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Der Ibanez PCBE12MH-OPN Akustikbass hat eine Decke sowie Boden und Zargen aus Mahagoni.
Der Akustikbass Classic Cantabile AB-40 NT kann unplugged und elektrisch verstärkt gespielt werden.
Der Fender CB-100CE Akustikbass hat einen Dreadnought-Korpus mit Cutaway.
Der Ibanez AEB8E-BK Akustikbass hat einen Korpus aus Agathis.
Der Ibanez AEB8E-BK Akustikbass ist mit einem Tonabnehmer ausgerüstet.

6. Die akustische Bassgitarre

Familie der Lauteninstrumente
Der Akustikbass gehört innerhalb der Gitarrenfamilie zu den Lauteninstrumenten. Die akustische Bassgitarre ähnelt der Westerngitarre hinsichtlich der Bauweise.

Resonanzkörper
Wie alle Akustikgitarren zeichnet sich auch der Akustikbass durch seinen Resonanzkörper aus, der es ermöglicht, den Akustikbass – im Gegensatz zum E-Bass – unverstärkt zu spielen. Häufig sind Akustikbässe mit einem Tonabnehmer ausgerüstet (siehe auch » Elektroakustische Gitarre).

Korpus und Decke

Möglichst tiefe, bassige, druckvolle Frequenzen können über einen Korpus erreicht werden, der über das entsprechende Volumen verfügt. Der Korpus der akustischen Bassgitarre ist daher in der Regel größer und auch tiefer (höhere bzw. breitere Zargen) als der Korpus anderer Gitarrentypen. Es gibt Bassgitarren, die aus diesem Grund relativ undhandlich und unkomfortabel zu spielen sind. Als Hölzer für Korpus und Decke kommen unterschiedliche Sorten zum Einsatz. Sehr verbreitet sind Fichte und Palisander.

Hals

Für den Hals akustischer Bassgitarren wird, wie auch für Hälse anderer akustischer Gitarren, sehr häufig das Klangholz Mahagoni verarbeitet.

Saiten

Akustikbässe haben meist vier Saiten, es gibt aber auch fünf- und sechsaitige akustische Bassgitarren. Viersaiter besitzen die Stimmung E-A-D-G, fünfsaitige Akustikbässe haben in der Regel noch eine tiefe H-Saite.

AUF EINEN BLICK: DIE AKUSTISCHE BASSGITARRE

→ ähnliche Bauweise wie Westerngitarre

→ Resonanzkorpus

→ häufig mit Tonabnehmer ausgerüstet

→ Stahlsaiten (meist 4)

Der Classic Cantabile RDB-59 Flames Kontrabass ist aus Fichte, Ahorn und Palisander gefertigt.

7. Der Kontrabass

Streichinstrument
Der Kontrabass gehört zu den Streichinstrumenten, wobei seine vier Saiten – es gibt auch Fünfsaiter – wie die Saiten des E-Basses oder der akustischen Bassgitarre gestimmt werden. Auch den Kontrabass gibt es heute in der "E-Variante".

Von Klassik bis Rock'n'Roll
Der Kontrabass wird im Gegensatz zu den beschriebenen Gitarrenarten während des Spielens auf den Boden aufgesetzt. Wie auch die akustische Bassgitarre oder der E-Bass wird der Kontrabass in der Regel als Begleitinstrument und nicht als Melodieinstrument eingesetzt. Der Kontrabass ist in denkbar vielen unterschiedlichen Stilrichtungen zu Hause: er wird in Sinfonieorchestern ebenso eingesetzt wie im Jazz oder Rock'n'Roll und Rockabilly.

AUF EINEN BLICK: DER KONTRABASS

→ Streichinstrument

→ meist mit 4 Saiten

→ neben den akustischen gibt es auch E-Kontrabässe

→ Begleitinstrument (wie E-Bass)

→ i. d. R. Stahlsaiten

E-Bass Ibanez SR370E-SPB.
Fender American Elite Jazz Bass Ash MN TBS.
Der Rocktile VB-1 Sir Paul Vintage Beatbass hat eine Shortscale-Mensur.
Longscale-E-Bass Rocktile Pro RB-400N Lumberjack.
Der Fender Squier Vintage Modified Jazz Bass 70 MN CA hat ein dreilagiges Schlagbrett in der typischen Jazz-Form.
Semihollow Signature E-Bass Epiphone Jack Casady.
Der Fender American Standard Jazz Bass mit 2 Custom Shop 60s Single Coils.

8. Der E-Bass

Musikalisches Fundament
Der E-Bass wird, genau wie die E-Gitarre, elektrisch verstärkt. Er trägt im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten wesentlich zur Harmonisierung aller Einzelbestandteile eines musikalischen Stückes bei. Der E-Bass bildet mit seinen tiefen Frequenzen sozusagen den Sockel, das Fundament, den Unterbau eines Stückes.

Klassiker Fender
Während die Geschichte akustischer Bassinstrumente sehr weit zurückgeht, wurden E-Bässe – auch als Reaktion auf die Etablierung der E-Gitarren – ab den 1930er Jahren entwickelt und populär. Die erste Serienproduktion eines E-Basses stammte aus dem Hause Fender: der Fender Precision Bass kam 1951 in die Läden.

Mensuren
E-Gitarren und E-Bässe ähneln sich in vielen Dingen. E-Bässe werden – je nach Länge der Mensur – als "Shortscale", "Mediumscale", "Longscale" und "Extralongscale" bezeichnet.

Korpus

Solidbody
Wie bei der E-Gitarre dient auch beim E-Bass der Korpus nicht als Resonanzkörper. Der Korpus besteht deshalb in der Regel aus massivem Holz ("Solidbody").

Formgebung
Da dem Korpus bei E-Gitarren und bei E-Bässen aus akustischer Sicht im Prinzip keine Rechnung getragen werden muss, ergibt sich hier eine außergewöhnliche Modellierbarkeit hinsichtlich der Form und des graphischen Designs. Inwieweit sich das für den Korpus verwendete Material auf den Klang des E-Basses auswirkt, darüber entstehen von Zeit zu Zeit lebhafte Diskussionen unter ambitionierten Musikern. Ein an der Vorderseite angebrachtes Schlagbrett schützt den Korpus vor Kratzspuren durch das Plektrumspiel.

Hals

Halsspannstab
Der Hals des E-Basses wird meist durch Aufschrauben mit dem Korpus verbunden. Wie Westerngitarren verfügen auch E-Bässe über Halsspannstäbe, die einerseits den starken Zug der Stahlsaiten abfangen und mit Hilfe derer andererseits die Wölbung des Halses leicht verändert werden kann. Eine leichte Halskrümmung bewirkt zum Beispiel, dass die Saiten nicht auf den Bundstäben aufliegen und scheppern.

LINK-TIPP!

Praktische Informationen zur Halskrümmung, zur Saitenlage und zu entsprechenden Justierungsmöglichkeiten gibt's in unserem » Ratgeber Gitarre/Bass: Hals, Saitenlage und Oktavreinheit einstellen

Griffbrett

Besonderheit Fretless
Eine Besonderheit unter den Bässen sind so genannte Fretless-Bässe. Diese haben keine Bünde, so dass die gegriffenen Saiten beim Spielen direkt auf dem Griffbrett aufliegen, wodurch sich ein besonderer Klang ergibt.

AUF EINEN BLICK: DER E-BASS

→ Solidbody

→ traditionelle Modelle: "Precision" und "Jazz"

→ Mensuren: Short-, Medium-, Long- und Extralong-Scale

→ mit Halsspannstab

→ meist 4 Stahlsaiten

→ Saiten dicker als bei E-Gitarre

→ Besonderheit Split Coil-Tonabnehmer

Saiten

Unterschiede zur E-Gitarre
Die meisten Bässe haben vier Saiten, allerdings gibt es auch E-Bässe mit fünf, sechs oder sieben – und in Ausnahmefällen sogar bis zu zwölf – Saiten. Die Saiten eines E-Basses sind dicker als die Saiten einer E-Gitarre. Dies ist notwendig, um die tieferen Töne zu erreichen. Außerdem ist die Mensur eines E-Basses in der Regel länger als die Mensur einer E-Gitarre.

Tonabnehmer

Besonderheit Split Coil
Während bei akustischen Bässen die Saitenschwingungen über den akustischen Resonanzkörper der Bassgitarre aufgenommen und verstärkt wiedergegeben werden, geschieht dies bei E-Bässen über Tonabnehmer und elektrische Bassverstärker (» siehe auch E-Gitarre, Tonabnehmer). Eine Besonderheit bei den E-Bässen sind die so genannten Split-Coil-Tonabnehmer: es handelt sich hierbei um zwei kürzere Single-Coil-Tonabnehmer, die - versetzt angeordnet - jeweils zwei Saiten abnehmen.

Modelle/Bauformen

Traditionell: Precision und Jazz
Bei den E-Bässen gibt es zwei traditionelle Modelle, die auf die Firma Fender zurückgehen: den Precision-Bass und den Jazz-Bass. P-Modelle haben in der Regel einen Tonabnehmer und zwei Regler (Lautstärke und Klang), während J-Modelle normalerweise zwei Tonabnehmer (einen Hals- und einen Steg-Tonabnehmer) sowie drei Regler - einen für die Klangregelung und zwei für die Lautstärkeregelung der einzelnen Tonabnehmer - haben. Steg-Tonabnehmer klingen eher höher und "knackiger", Hals-Tonabnehmer haben einen mehr dumpf-schwingenden Klang.

Charakteristisch: Form des Schlagbretts
Charakteristisch für die optische Unterscheidung von P- und J-Modellen sind vor allem die verwendeten Schlagbretter. Während bei P-Modellen das Schlagbrett sehr oft noch eine Art "Schwung" Richtung Steg macht, läuft das Schlagbrett des J-Modells meist kürzer und gerader aus.

9. Klanghölzer

Bergahorn-Furnier. Foto: wikipedia.org/Achim Raschka.

Ahorn

... gehört zu den Hölzern mit mittlerer Dichte. Es ist hart und besitzt gleichzeitig eine gute Elastizität und Biegefestigkeit. Die Farbe des Ahornholzes tendiert von gelblich-weiß bis rötlich-weiß.

Foto: Bergahorn-Furnier. Quelle: wikipedia.org/Achim Raschka.
Makassar-Ebenholz. Foto: wikipedia.org/Böhringer Friedrich.

Ebenholz

... ist ein sehr dunkles, schwarzes oder schwarz-gestreiftes Holz. Das Kernholz des Ebenholzes ist äußerst hart und schwer und gehört zu den wertvollsten Holzarten. Ebenholz hat eine hohe Dichte.

Foto: Makassar-Ebenholz. Quelle: wikipedia.org/Böhringer Friedrich.
Fichtenholz. Foto: wikipedia.org/Achim Raschka.

Fichte

... gehört zu den weichen, leichten Hölzern. Gleichzeitig besitzt Fichtenholz eine gute Elastizität und hohe Druck- und Biegefestigkeit. Fichtenholz ist relativ hell, ins Gelbliche gehend und lässt sich sehr gut verarbeiten.

Foto: Fichtenholz. Quelle: wikipedia.org/Achim Raschka.
Kirschbaumholz. Foto: wikipedia.org/Achim Raschka.

Kirsche

... hat eine ins Rötlich-Braune gehende Farbgebung, die der von Mahagonihölzern ähnlich ist. Wie Ahornholz hat Kirschholz eine mittlere Dichte und gehört damit auch zu den mittelschweren Hölzern. Kirsche ist mittelhart bis hart und verfügt über eine gute Elastizität.

Foto: Kirschbaumholz. Quelle: wikipedia.org/Achim Raschka.
Mahagoni-Furnier hochglanzlackiert. Foto: wikipedia.org/Porsche-Makus.

Mahagoni

... ist ein sehr widerstandsfähiges, belastbares Holz. Optisch ist Mahagoni nach der Behandlung mit Lack, Öl oder Wachs sehr ansprechend. Mahagoni hat einen etwas helleren Klang als Palisander.

Foto: Mahagoni-Furnier hochglanzlackiert. Quelle: wikipedia.org/Porsche-Makus.
Walnussbaumholz. Foto: wikipedia.org/Martin Lorenz.

Nussbaumholz

... besitzt eine mittlere Biege- und Druckfestigkeit. Spricht man von Nussbaumholz, ist eigentlich immer das Holz des Walnussbaumes gemeint. Nussbaumholz gehört zu den wertvollen, einheimischen Hölzern mit äußerst dekorativem Erscheinungsbild.

Foto: Walnussbaumholz. Quelle: wikipedia.org/Martin Lorenz.
Manila-Padouk. Foto: wikipedia.org/Friedrich Böhringer.

Padouk

... ist dem Palisanderholz sehr ähnlich. Es ist hart, dicht und elastisch und besitzt eine gute Druck- und Biegefestigkeit.

Foto: Manila-Padouk. Quelle: wikipedia.org/Friedrich Böhringer.
Rio-Palisander. Foto: wikipedia.org/Philipp Zinger.

Palisander

... ist ein Edelholz mit einer bräunlich, bis ins Schwarze gehenden Färbung. Palisanderholz besitzt eine hohe Härte, Dichte und sehr gute Klangeigenschaften. Aus diesem Grund spielt es im Instrumentenbau eine große Rolle.

Foto: Rio-Palisander. Quelle: wikipedia.org/Philipp Zinger.
Libanon-Zeder. Foto: wikipedia.org/Philipp Zinger.

Zeder

... ist ein leichtes, weiches Holz. Es hat eine mittlere Biegefestigkeit und ist relativ dichtfaserig. Wie Fichtenholz lässt es sich sehr gut verarbeiten.

Foto: Libanon-Zeder. Quelle: wikipedia.org/Philipp Zinger.

10. Glossar Gitarre und Bass

Akustische Gitarre
Gitarre, bei der die Saitenschwingungen akustisch über den Korpus verstärkt werden.

Archtop, Arched Top
Die Decke der Gitarre ist gewölbt.

Ball-End-Saiten
Am Ende der Saite ist ein kleiner Ring angebracht, mit Hilfe dessen die Saite eingehakt wird.

Barré
Spieltechnik beim Gitarrenspiel. Mit einem Finger werden gleichzeitig mehrere Saiten eines Bundes heruntergedrückt.

Bass-Amp
Bassverstärker

Basslinie
tiefste Stimme bei mehrstimmiger Musik

Basssaiten
tiefe Saiten einer akustischen Gitarre: E, A, D

Bracing
Stabilisierung durch das Anbringen von Leisten bzw. die Art und Weise, wie die Leisten zur Stabilisierung und Verstärkung der Decke angeordnet und angebracht sind.

Bridge
= Steg. Der englische Begriff "Bridge" (übersetzt: "Brücke") wird vor allem im Zusammenhang mit E-Gitarren benutzt.

Bund
In bestimmten Abständen in das Griffbrett der Gitarre eingelassene Metallstäbchen, die quer zu den Saiten verlaufen und leichte Erhebungen auf dem Griffbrett bilden. Bünde dienen einerseits der Orientierung beim Spielen, andererseits bilden sie durch ihre leichte Erhebung eine Auflagefläche für die Saiten, die beim Greifen auf das Griffbrett hinuntergedrückt werden. Die Abstände der Bünde zueinander werden größer, je mehr man sich dem Kopf der Gitarre nähert.

Bundreinheit
Richtige Platzierung der Bünde. Wenn die über dem jeweiligen Bund verlaufenden Saiten genau die gewünschte Tonhöhe einnehmen, spricht man von einer bundreinen Gitarre. Ist eine Gitarre nicht bundrein, bedeutet dies, dass die Bünde nicht korrekt eingebaut wurden.

Cutaway
Ausschnitt bzw. zusätzliche Aussparung am Halsansatz des Korpus einer Gitarre. Vor allem bei E-Gitarren und Westerngitarren zu finden.

Decke
Oberseite des Korpus. Decken werden separat gefertigt und auf den Korpus aufgelegt und mit diesem verbunden.

Diskantsaiten
hohe Saiten einer akustischen Gitarre: g, h und e

Double-Neck-Gitarre
Gitarre mit zwei Hälsen

Dreadnought-Gitarre
Westerngitarre der Bauform "Dreadnought". Diese Bauform ist die am weitesten verbreitete unter den Westerngitarren. Ursprünglich stammt diese Korpusform vom Hersteller "Martin", wurde aber im Laufe der Zeit von anderen Gitarrenherstellern kopiert.

E-Gitarre
Gitarre, bei der die Tonabnahme elektrisch erfolgt. Die Saitenschwingungen werden nicht über den Korpus verstärkt, sondern über einen Gitarrenverstärker.

Elektrische Gitarre
= E-Gitarre

Epiphone
Tochterfirma/Marke von Gibson

Extralongscale
E-Bass-Mensur: 36'' / 914 mm

Fingerpick
Sonderform des Plektrums. Das Fingerpick wird nicht festgehalten, sondern auf die Fingerkuppe aufgesetzt.

Flamenco-Gitarre
Ähnelt stark der Konzertgitarre. Flamenco-Gitarren haben eine extrem hohe Saitenlage.

Flat Top
Die Decke der Gitarre ist flach oder nur sehr leicht gewölbt.

Flatwound
mit flachem Draht umwickelter Saitenkern

Folkgitarre
= Westerngitarre

Fretless
bundlos; Griffbrett ohne Bünde

Glissando
stufenlose Modifikation der Tonhöhe

Griffbrett
Fläche, die auf den Gitarrenhals aufgebracht ist und unter den Saiten verläuft.

Halbakustische E-Gitarre
= elektroakustische Gitarre.

Halbresonanzgitarre
= elektroakustische Gitarre.

Halsspannstab
Stahlstange, die als verstärkendes Element in den Gitarrenhals eingebaut wird. Halsspannstäbe werden bei Gitarren eingesetzt, die Stahlsaiten verwenden, also etwa bei Westerngitarren oder E-Gitarren. Die Zugkraft von Stahlsaiten setzt den Gitarrenhals unter eine enorme Spannung. Durch die Stabilisierung mit der Stahlstange wird der Gitarrenhals nicht gekrümmt bzw. beschädigt.

Headless-Bass
E-Bass ohne Kopfplatte

Hollowbody
Hohlkorpus

Humbucker
Elektromagnetischer Tonabnehmer, der aus zwei » Single-Coil-Pickups besteht. Die Funktionsweise basiert auf Magnetfeldern. Humbucker sind weniger höhenreich als Single Coils. Humbucker können nur im Zusammenhang mit metallischen Saiten eingesetzt werden.

Jammerhaken
= Tremolo

Jazz E-Bass
traditionelles Modell von Fender. J-Modelle haben in der Regel zwei Tonabnehmer und drei Regler (1 x Klangregelung und 2 x Lautstärke für die einzelnen Tonabnehmer).

Jumbo
Korpusform einer Westerngitarre; charakteristisch ist ein bauchiger Korpus

Klangholz
Holz, das speziell im Musikinstrumentenbau verwendet wird. Es handelt sich meist um langsam gewachsenes Holz mit möglichst engen Jahresringen und möglichst wenigen Asteinlassungen.

Klassische Gitarre
= Konzertgitarre

Kopf
Oberer Teil der Gitarre, an dem die Stimmmechaniken befestigt sind.

Kopfplatte
= Kopf

Korpus
(Resonanz-) Körper der Gitarre. Der Korpus setzt sich aus dem Boden, den Zargen und der Decke zusammen.

Les Paul
E-Gitarren-Modell der Firma Gibson, das seit den 1950er Jahren hergestellt wird.

Longscale
E-Bass-Mensur: 34'' / 864 mm

Mechanik
= Stimmmechanik

Mediumscale
E-Bass-Mensur: 32'' / 813 mm

Mensur
Die Mensur ist ein Größenmaß, das bei Musikinstrumenten verwendet wird. Bei einer Gitarre wird die Länge der Saiten zwischen Sattel und Steg (Länge der frei schwingenden Saiten) als Mensur bezeichnet.

Multi Hole
Anstelle eines mittig in der Decke eingelassenen Schalllochs gibt es mehrere, kleinere, anders positionierte Schalllöcher.

Neck
Gitarrenhals

Neck-thru
durchgehende Halskonstruktion bei E-Gitarren und E-Bässen. Der Gitarrenhals ist bei einem Neck-thru nicht am Korpus-"Ende" angeschraubt, sondern läuft durch den Korpus hindurch.

Oval Hole – Gitarre
Akustische oder elektroakustische Gitarren mit einem ovalen Schallloch.

Ovation
US-amerikanischer Hersteller von Western- und Bassgitarren. Prägnantes Merkmal einer Ovation-Gitarre ist sein Roundback (gewölbter Boden aus speziellem Material).

Pickguard
= Schlagschutz

Picking
Zupfen einzelner Saiten.

Pickup
= Tonabnehmer

Piezo-Tonabnehmer
Bei Piezo-Tonabnehmern wird der Ton direkt durch das piezoelektrische Element erzeugt und nicht – wie bei Single-Coils oder Humbuckern – über eine magnetisch induzierte Spannung. Piezo-Tonabnehmer können im Gegensatz zu elektromagnetischen Tonabnehmern (Single Coils und Humbucker) auch bei Nylonsaiten, also akustischen Gitarren, eingesetzt werden.

Plektrum
Auch: Plektron; Mehrzahl: Plektren. Ein Plektrum ist ein Plättchen, meist aus Kunststoff, das zur Hilfe genommen wird, um vorzugsweise Gitarren mit Stahlsaiten anzuschlagen oder zu zupfen. Das Spiel mit Plektren erzeugt im Vergleich zum Anschlagen oder Zupfen der Saiten mit den Fingern einen prägnanteren, lauteren Klang.

Precision E-Bass
traditionelles Modell von Fender. P-Modelle haben in der Regel einen Tonabnehmer und zwei Regler (Lautstärke und Klang).

PU
Abkürzung für "Pickup"

Resonanzkörper
Hohlkörper der Gitarre

Rhythmusgitarre
Die Rhythmusgitarre übernimmt im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten den Rhythmus- und begleitenden Part. Die Rhythmusgitarre steht damit der Sologitarre gegenüber. Während die Sologitarre bzw. der Leadgitarrist die Melodie eines Songs spielt, ist es die Aufgabe des Rhythmusgitarristen, die rhythmischen Akkordbegleitungen zu übernehmen.

Rosette
Verzierung des Schalllochs in der Resonanzdecke bei akustischen Gitarren.

Roundback-Gitarre
Gitarre mit gewölbtem Boden.

Roundwound
mit rundem Draht umwickelter Saitenkern

Saiten
Die Tonhöhe einer Saite hängt von ihrer Spannung und Dicke ab. Je dünner eine Saite, desto höher der Ton. Um bei den Basssaiten eine größere Saitenstärke, also dickere Saiten, zu erreichen, werden diese umwickelt. Sie haben dann beispielsweise einen Kern (eine Saite) aus Nylon, der mit Kupferdraht umwickelt ist.

Saitenlage
Abstand der Saiten zu den Bundstäbchen bzw. zum Griffbrett. Eine hohe Saitenlage bedingt, dass der Gitarrist einen höheren Druck auf die Saiten ausüben muss, um diese herunterzudrücken, eine tiefere Saitenlage erleichtert deshalb die Bespielbarkeit der Gitarre. Ist die Saitenlage jedoch zu tief, kann es sein, dass die Saiten zu rasch bzw. unbeabsichtigt auf das Griffbrett oder die Bundstäbchen treffen und so ein nicht gewolltes Scheppern erzeugt wird.

Sattel
Der so genannte Sattel liegt zwischen dem Kopf und dem Halsansatz der Gitarre. Es handelt sich um ein schmales Stück mit eingearbeiteten Kerben bzw. Rillen. Durch diese verlaufen die Saiten der Gitarre. Durch den Sattel wird ein Verrutschen der Saiten verhindert und ein bestimmter Abstand der Saiten zum Griffbrett gewährleistet.

Scalloped X-Bracing
siehe auch X-Bracing; die sich kreuzenden Stabilisierungsleisten haben keine durchgehende Dicke, sondern werden an bestimmten Stellen verjüngt, um gezielt bestimmte Resonanzen der Gitarre zu beeinflussen. Scalloped Bracing wird vor allem bei besonders hochwertigen Gitarren angewandt.

Schallloch
Aussparung im Gitarren-Resonanzkörper. Schalllöcher strahlen den Widerhall vom Innern des Korpus nach außen ab und bedingen eine erhöhte Lautstärke der Gitarre. Je nach Größe und Form des Schallloches wird auch der Klang der Gitarre beeinflusst.

Schellack
ist eine harzige, zähe, nicht wasserlösliche Substanz, die gerne als Politur für sehr hochwertige Gitarren verwendet wird. Schellackpolituren erhalten die Elastizität und die Schwingungseigenschaften des verwendeten Holzes in höchstem Maße.

Schlagschutz/Schlagbrett
Bei akustischen Gitarren spezielle Folien, die unterhalb des Schalllochs auf die Decke aufgebracht werden, um diese zu schonen. Ein Schlagschutz wird im Bereich der akustischen Gitarren vor allem bei Westerngitarren und Flamencogitarren verwendet. Bei elektrischen Gitarren wird eher der Begriff "Schlagbrett" benutzt, da der Schlagschutz hier nicht aus einer Folie, sondern aus "hartem" Material (in der Regel Kunststoff) besteht. Die Gitarrendecken sollen in erster Linie vor Beschädigungen, die durch den Einsatz von Plektren entstehen, geschützt werden.

Semiakustische Gitarre
= elektroakustische Gitarre

Shortscale
verkürzte Mensur

Single-Coil
Elektromagnetischer Tonabnehmer, der aus einem Magneten und einer um diesen Magneten gewickelten Spule besteht. Single-Coil-Tonabnehmer setzen Saitenschwingungen in elektrische Spannung um. Diese wird über den Gitarrenverstärker in hörbare Töne umgewandelt. Single Coils sind höhenreicher als Humbucker. Wie auch Humbucker können Single Coils nur im Zusammenhang mit metallischen Saiten eingesetzt werden.

Slappen
Spieltechnik, die vor allem beim Bassspiel verwendet wird. Eine Saite wird nicht normal gezupft, sondern mit dem Daumen hart angeschlagen, so dass die Saite auf das Griffbrett bzw. das Bundstäbchen zurückschlägt.

Solidbody
Massivkorpus der E-Gitarre und des E-Basses.

Split-Coil
besondere Tonabnehmer, die nur bei E-Bässen vorkommen. Es handelt sich um zwei kürzere Single-Coils, die versetzt angeordnet sind und jeweils nur zwei Saiten des Basses abnehmen.

Squier
Handelsmarke von Fender

Steel string acoustic guitar
= Westerngitarre, Stahlsaitengitarre

Steg
Über den Steg einer Gitarre werden die Schwingungen der Saiten auf den Korpus übertragen. An ihm werden außerdem die Saiten befestigt.

Stimmmechanik
Mechanik an der Kopfplatte der Gitarre zum Stimmen der Saiten.

Stratocaster
E-Gitarren-Modell der Firma Fender, das seit den 1950er Jahren hergestellt wird. Bekannt für die Bestückung mit Single Coils.

Stromgitarre
= E-Gitarre

Strumming
Anschlagen mehrerer Saiten.

Sustain
Länge des Ausklingens eines Tons bzw. einer Saite.

Telecaster
E-Gitarren-Modell der Firma Fender, das seit den 1950er Jahren hergestellt wird. Bekannt für die Bestückung mit Single Coils.

Tension
Saitenstärke von Nylonsaiten: low tension = dünne Saiten, medium tension = mittelstarke Saiten, high tension = dicke Saiten.

Tonholz
= Klangholz

Tremolo
Auch "Vibratohebel"; Hebel an einer E-Gitarre, mit dem Veränderungen der Tonhöhe herbeigeführt werden können, indem die Spannung der Saiten verändert wird.

Trussrod
= Halsspannstab (englische Bezeichnung)

Verzerrer
Typisches Effektgerät zwischen E-Gitarre und Verstärker, das den Audiosignalen Obertöne hinzufügt. Durch Übersteuerung entsteht der typische, verzerrte Gitarrenklang. Effektgeräte werden vom Gitarristen während des Spielens mit dem Fuß bedient.

Vibrato
Technik, einen länger anhaltenden Ton vibrieren zu lassen. Es gibt hier unterschiedliche Spieltechniken. Ziel ist es, ein höheres Maß an Lebendigkeit zu erreichen.

Vollresonanzgitarre
= akustische Gitarre.

X-Bracing
Stabilisierung der Decke von Stahlsaitengitarren durch Anbringung zweier sich kreuzender Stabilisierungsleisten.

Zarge
Seitenwand der Gitarre.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 30.06.2017, Autor:

Quellen/Fotos:
http://www.die-akustikgitarre.de/Tonholz/Tonholz.htm
http://www.elektronikinfo.de/audio/elektrogitarre.htm
http://www.gitarrero-beginner.de/gitarre/fragen.php?nr=152
http://www.holzhandel.de/holz-abc/afrikanisches-padouk.html
http://www.holzlexikon.modellskipper.de/Holzarten_Abschnitt_Z/Zeder.htm
http://www.holzwurm-page.de/holzarten
http://www.musikinstrumente-lexikon.de/Westerngitarre.html
http://www.musterkiste.de/de/holz/pro/1012_Fichte.html
http://www.saitenweise.de/allgemein/allgemein.html
http://www.westerngitarre.net/elektroakustische-westerngitarre
http://de.wikipedia.org/wiki/Ahornholz
http://de.wikipedia.org/wiki/Akustische_Bassgitarre
http://de.wikipedia.org/wiki/Akustische_Gitarre
http://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanisches_Mahagoni
http://de.wikipedia.org/wiki/E-Bass
http://de.wikipedia.org/wiki/Ebenholz
http://de.wikipedia.org/wiki/E-Gitarre
http://de.wikipedia.org/wiki/Fender_Telecaster
http://de.wikipedia.org/wiki/Fretless_Bass
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mahagoni_Furnier_hochglanzlackiert.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rio-Palisander,_dunkel_Holz.JPG
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wood_prunus_avium.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wood_Acer_pseudoplatanus.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wood_picea_abies.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Libanon-Zeder.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Macassar01.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oberfl%C3%A4che_Wohnzimmertisch.JPG
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paduk01.jpg