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E-Gitarren

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1. E-Gitarre lernen

Seit ihrer Erfindung Anfang des 20. Jahrhunderts hat die E-Gitarre von ihrer Faszination nichts eingebüßt. Wenn es darum geht, ein Musikinstrument zu erlernen, rangiert die E-Gitarre auf der Beliebtheitsskala der Wunschinstrumente ganz weit oben.

Die Erwartungen, mit denen Schüler ihren Gitarrenunterricht antreten, sind dabei so individuell und unterschiedlich wie die angehenden Gitarristen selbst: Da gibt es diejenigen, die als E-Gitarrist in eine Band einsteigen wollen – oder schon eingestiegen sind – und sich ganz gezielt praktische Hilfestellungen für die Umsetzung konkreter Projekte wünschen. Andere wiederum haben noch gar keine fest umrissene Idee, wo sie mit dem Instrument „hinwollen“.

 

 

Der eine Schüler bevorzugt ein gewisses Maß an autodidaktischem Vorgehen, der andere ist regelrecht angewiesen auf detaillierte Handlungsanweisungen. Wer beginnen möchte, E-Gitarre zu lernen, tut auf jeden Fall gut daran, unterschiedliche Lehrangebote miteinander zu vergleichen, um das für die eigenen Ansprüche geeignete herauszufiltern. Viele Musiklehrer bieten genau zu diesem Zweck kostenlose Probe-/Kennenlernstunden an.

Ohne Noten

Die E-Gitarre gehört nach wie vor zu den beliebtesten Instrumenten. Bei einer im Frühjahr 2014 vom Musikhaus Kirstein durchgeführten Umfrage gaben knapp 20 Prozent der Umfrageteilnehmer an, E-Gitarre zu spielen.
Die E-Gitarre gehört nach wie vor zu den beliebtesten Instrumenten. Bei einer im Frühjahr 2014 vom Musikhaus Kirstein durchgeführten Umfrage gaben knapp 20 Prozent der Umfrageteilnehmer an, E-Gitarre zu spielen.

Nicht jeder hat Lust, sich mit theoretischen Grundlagen auseinanderzusetzen, wenn er beginnt, E-Gitarre zu lernen. Und das ist auch gar nicht unbedingt nötig (obgleich zahlreiche Argumente durchaus für das Erlernen der Gitarre von der Pike auf und mit allem – auch dem theoretischen – Drum und Dran sprechen). Mittlerweile gibt es online sehr viele kostenlose Videoangebote und Hilfsmaterialien für DIY-Fans ohne Theorieambitionen.

Aber auch Musiklehrer etablierter Musikschulen befürworten den Unterricht ohne Notenlehre immer häufiger, denn um ein hohes spieltechnisches Niveau auf der E-Gitarre zu erreichen, sind theoretische Kenntnisse keine unabdingbare Voraussetzung. Viel wichtiger ist zum Beispiel das richtige Gefühl für die Musik und das Instrument. By the way: Prominentestes Beispiel eines absoluten Gitarrenvirtuosen, der keine Noten lesen konnte, dürfte wohl Jimi Hendrix sein.

Mit Noten

Wer sich für klassischen Gitarrenunterricht entscheidet, bei dem das Erlernen der Noten fester Bestandteil der Unterrichtseinheiten ist, profitiert langfristig von einigen Vorteilen, die das Wissen um theoretische Inhalte mit sich bringt. Gitarristen, die Noten lesen können, sind zum Beispiel in der Lage, sich neue, unbekannte Stücke anzueignen, ohne sie vorher unbedingt schon einmal gehört haben zu müssen. Mithilfe von Tabulaturen ist das nicht möglich, da wesentliche Angaben, zum Beispiel zur Rhythmik, fehlen. Weitere Vorteile, die für das Erlernen der Noten sprechen, sind das einfachere Zusammenspiel bzw. der unproblematischere Austausch mit anderen Musikern sowie das bessere Verständnis für den Aufbau eines Liedes.

Kann man als Kind direkt mit dem E-Gitarrenspiel beginnen?

Zuerst Akustik- und erst später E-Gitarre?
Die meisten Musiklehrer empfehlen für den Einstieg ins Gitarre lernen ein Mindestalter von etwa sechs Jahren. Oft wird Eltern geraten, der Sohn oder die Tochter solle zunächst besser mit einer akustischen Konzertgitarre beginnen und erst später auf eine E-Gitarre umsteigen. Der Grund: Auch wenn die akustische und die elektrische Gitarre natürlich miteinander verwandt sind, so unterscheiden sie sich doch deutlich hinsichtlich ihrer Spielweise.

Es gibt E-Gitarren, die ideal auf Kinder abgestimmt sind. Möchte ein Kind von Anfang an unbedingt E-Gitarre spielen, sollte man diesem Wunsch durchaus Gehör schenken. Foto: Stock photo © mandygodbehear.
Es gibt E-Gitarren, die ideal auf Kinder abgestimmt sind. Möchte ein Kind von Anfang an unbedingt E-Gitarre spielen, sollte man diesem Wunsch durchaus Gehör schenken. Foto: Stock photo © mandygodbehear.

Das fängt mit den Saiten (Nylonsaiten vs. Stahlsaiten) an und erstreckt sich auch auf weitere Bereiche. Nylonsaiten sind für Kinder einfacher zu greifen als Stahlsaiten und viele Gitarristen sind überzeugt davon, dass man auf einer akustischen Gitarre am besten lernt, ein gutes Gefühl für Töne, Griffe und Spieltechniken zu entwickeln.

Wer unbedingt E-Gitarre lernen möchte, sollte auch direkt damit beginnen!
Andererseits ist es auch unbestritten, dass die Art der Musik, die jemand mit der Gitarre spielen möchte, eine sehr wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine E-Gitarre als Einstiegsinstrument spielt. Ist es der sehnlichste Wunsch des Juniors, Rock auf der E-Gitarre – und eben ausdrücklich nicht auf der akustischen Gitarre! – zu spielen, sollte man diesem Wunsch schon Gehör schenken und dieses Anliegen in die elterlichen Überlegungen mit einbeziehen, denn was nützt es, dem Kind ein Instrument „aufs Auge zu drücken“, an dem es keinen Spaß hat und das dann schnell unbeachtet in der Ecke steht …?

Auf Kinder abgestimmte E-Gitarren
Es gibt spezielle E-Gitarren, die ideal auf junge Einsteiger ab sechs Jahren abgestimmt sind. Die Instrumente tragen den besonderen körperlichen Anforderungen – kleinere Mensur, geringeres Gewicht – der jungen Nachwuchsrocker Rechnung und kommen den Eltern zusätzlich oft auch noch preislich entgegen. Besonders empfehlenswert sind günstige Einsteigersets, die für den Anfang alles enthalten, was das Kind zum Lernen der E-Gitarre benötigt und deren Einzelkomponenten später mit fortschreitenden Fertigkeiten und Ansprüchen problemlos ausgetauscht werden können.

2. Die Saiten der E-Gitarre

Für die tiefen Töne sind bei der E-Gitarre die dickeren Saiten E, A und D zuständig. Sie haben einen Stahldrahtkern, der mit feineren Metalldrähten umwickelt ist.
Für die tiefen Töne sind bei der E-Gitarre die dickeren Saiten E, A und D zuständig. Sie haben einen Stahldrahtkern, der mit feineren Metalldrähten umwickelt ist.

Es gibt zwar auch ausgefallene E-Gitarrenmodelle mit sieben oder zwölf Saiten, aber in aller Regel haben E-Gitarren sechs Stahlsaiten: E-A-D-G-B-E. Die Tonhöhe einer Saite ist sowohl von ihrer Masse – also Dicke – als auch von ihrer Spannung abhängig. Je dicker die Saite und je geringer ihre Spannung ist, desto tiefer fällt der resultierende Ton aus. Für die tiefen Töne sind bei der E-Gitarre die dickeren Saiten E, A und D zuständig. Neben der dicken E-Saite gibt es eine zweite, dünne E-Saite. Sie repräsentiert den höchsten Ton und hat auch die geringste Saitenstärke.

Warum haben E-Gitarren Stahlsaiten?

Um in einer Wechselwirkung mit den elektromagnetischen Tonabnehmern der E-Gitarre interagieren zu können, müssen E-Gitarrensaiten metallisch sein. In der Regel werden sie aus Stahl, Nickel und Kombinationen beider Metalle hergestellt. Die drei dickeren, tiefen Saiten (E, A, D) haben einen Stahldrahtkern, der mit feineren Metalldrähten umwickelt ist, während die dünneren, hohen Saiten (G, B, E) nicht umwickelt sind, sondern aus einfachem, glatten bzw. blanken Draht bestehen.

Umwickelte Saiten

Würde man für die dicken Basssaiten – wie bei den dünnen Saiten der Fall – einfachen Draht ohne Umwicklung („plain“) nehmen, müsste dieser pure, nicht umwickelte Draht relativ dick sein. Damit wäre das Material bzw. die dicke Saite aber ziemlich unflexibel. Die Umwicklung mit dünnerem Draht („wound“) führt zur benötigten Masse (Dicke) der Saite, gleichzeitig bleibt die Saite in ihrem Verhalten flexibel.

Man unterscheidet, je nach spezifischem Aufbau, verschiedene Typen umwickelter Saiten. Sowohl der Kern als auch die Umwicklung einer Saite kommen in unterschiedlichen Varianten vor. Nachfolgende Tabelle zeigt auf einen Blick die wesentlichen Beschaffenheitsmerkmale sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Typen.

Typen umwickelter Saiten

Kerndraht Umwicklung
Merkmal round core hex core round wound half wound flat wound
Beschaffenheit runder Querschnitt sechseckiger Querschnitt runder Wickeldraht halbrunder Wickeldraht (runder Wickeldraht, der nach Fertigstellung der Umwicklung angeschliffen wird) flacher Wickeldraht
Klang     obertonreich   sustainarm
Vorteil besseres Schwingungsverhalten als mit hex core Es werden keine Hilfsstoffe benötigt, um die Umwicklung auf dem Kern zu fixieren. Die Kanten des sechseckigen Querschnitts sorgen für ausreichenden, rutschfesten Halt des umgebenden Wickeldrahtes. Die Saite ist flexibler als eine round core-Saite. sehr biegsam und flexibel Greifgeräusche werden im Vergleich zur round wound deutlich vermindert glatte Oberfläche, Griffbrett wird am ehesten geschont, sehr stabile Saite, Greifgeräusche werden minimiert, lange Lebensdauer
Nachteil Der umgebende Wickeldraht muss mithilfe von Klebstoff am Kerndraht befestigt werden, da die runde Oberfläche ohne Hilfsmittel nicht genügend Halt bieten und die Umwicklung verrutschen würde.   raue Oberfläche, anfälliger für Schmutzablagerungen als die beiden anderen Umwicklungen   Fester, nicht so biegsam, geringere Flexibilität als bspw. eine round wound-Saite, mehr Kraftaufwand beim Bespielen nötig, teurer als andere Varianten, gewöhnungsbedürftiges Spielgefühl

Saitenstärken

Die Maßeinheit Inch
Die Stärke von Gitarrensaiten wird nicht in Millimetern, sondern in der englischen Maßeinheit Inch angegeben. Die Angabe .009 bedeutet zum Beispiel, dass diese Saite einen Durchmesser von 0,009 Inch hat. Möchte man diesen Wert in Millimeter umrechnen, multipliziert man einfach mit 25,4 (1 Inch entspricht 25,4 Millimetern): 0,009 x 25,4 = 0,2286. Eine Saite mit der Angabe .009 hat also einen Durchmesser von 0,2286 mm.

Saitensätze
Gitarrensaiten werden in aller Regel in ganzen Sätzen zu je sechs Saiten (E, A, D, G, B, E) verkauft. Entweder sind dann die einzelnen Saitenstärken jeder Saite angegeben, oft aber auch nur „von … bis“-Werte. Ein Saitensatz mit der Angabe „.010 – .046“ enthält sechs Saiten, wobei die dünnste Saite (= hohe E-Saite) einen Durchmesser von 0,010 Inch (= 0,254 mm) und die dickste Saite des Satzes (= tiefe E-Saite) einen Durchmesser von 0,046 Inch (= 1,1684 mm) hat. Ist in irgendeinem Zusammenhang nur von einem Wert („Sehr oft benutzen Jazzer .012“ oder „Ich habe auf meiner E-Gitarre 10er drauf.“) die Rede, so ist immer die dünnste Saite des gesamten Satzes gemeint.

Konkrete Zahlenwerte vs. Pauschaleinordnungen
Im Zusammenhang mit verschiedenen Stärken von Gitarrensaiten ist neben der oben erläuterten Angabe konkreter Durchmesser oft auch von Bezeichnungen wie „light“, „super light“, „regular“ usw. die Rede. Diese Angaben variieren aber von Hersteller zu Hersteller, sind also nicht über feste Durchmesserwerte definiert. Zuverlässiger Anhaltspunkt sind deswegen nicht die eher schwammigen Pauschalangaben, sondern immer die konkreten Zahlenwerte. Stahlsaiten können – ganz im Gegensatz zu Nylonsaiten – nämlich äußerst präzise (auf hundertstel Millimeter genau) hergestellt werden.

Welche Saitenstärke für welchen Einsatzbereich?

Standardstärke und Wechsel der Saitenstärke
Nicht nur innerhalb eines zusammengehörenden Saitensatzes haben die einzelnen Saiten unterschiedliche Stärken, sondern auch die Sätze selbst gibt es in stärkeren/dickeren und leichteren/dünneren Ausführungen. Anfängern fällt es meist leichter, zunächst dünnere Saiten zu bespielen. Gut geeignet sind .009-Sätze. Die allermeisten E-Gitarren sind mit dieser Stärke standardmäßig ab Werk bestückt. Wer mit seinem Saitensatz auf eine andere Stärke wechseln möchte – beispielsweise von .009 auf .010 –, muss mit dem Saitenwechsel unter Umständen auch eine Nachjustierung des Gitarrenhalses und der Saitenlage vornehmen, da dickere Saiten eine stärkere Spannung als dünnere Saiten benötigen und sich damit auch die Zugkraft der Saiten auf den Saitenhals auswirken kann. Weitere Infos, speziell zu diesem Thema, finden Sie in unserem Ratgeber „Hals, Saitenlage und Oktavreinheit einstellen“.

Pauschale Aussagen darüber zu treffen, welche Saitenstärke beispielsweise für welche Musikrichtung die „richtige“ ist, ist schwierig. Die Wahl der geeigneten Stärke hängt von mehreren Faktoren ab:

 

Saitenwechsel

Die Saiten sollten spätestens dann ausgetauscht werden, wenn die hohen Saiten (G, B, E) beginnen, sich dunkel zu verfärben und sich etwas rau anzufühlen, denn diese Abnutzungserscheinungen deuten nicht nur darauf hin, dass bald eine oder mehrere Saiten reißen könnten, sondern wirken sich auch auf den Klang aus. Je älter die Saiten sind, desto stumpfer wird im Laufe der Zeit auch ihr Klang. Ausgetauscht werden sollte dann – auch für den Fall, dass nur eine Saite reißt, meistens ist das die hohe E-Saite – idealerweise gleich immer der komplette Saitensatz.

Gitarristen, die täglich zum Instrument greifen, also sehr viel spielen, wechseln ihre Saiten ungefähr ein Mal im Monat. Wechselt man die Saiten, wählt man normalerweise dieselbe Saitenstärke, mit der die Gitarre auch vorher schon bespannt war. Fällt die Entscheidung auf eine davon abweichende Saitenstärke, ist es unbedingt notwendig, die Einstellungen des Halses und der Saitenlage zu überprüfen und neu anzupassen (siehe auch vorheriger Abschnitt „Welche Saitenstärke für welchen Einsatzbereich?“).

Mechaniken zum Aufziehen der Saiten

Die meisten E-Gitarren haben an der Kopfplatte zum Aufziehen der Saiten entweder Schäfte mit einem Schlitz und einer vertikalen Bohrung in der Mitte des Schaftes oder Schäfte mit einer Bohrung, die horizontal durch den Schaft verläuft. Bevor die Saite über den Schaft aufgezogen wird, wird sie um ein gutes Stück mithilfe eines Seitenschneiders gekürzt. Als Richtwert gelten etwa fünf Zentimeter, die die Saite – gemessen ab dem Schaft – noch überragen sollte.

Fender: Mechanik mit geschlitztem Schaft und vertikaler Bohrung.
Fender: geschlitzter Schaft mit vertikaler Bohrung.
Rocktile: Mechanik mit horizontaler Bohrung.
Rocktile: Mechanik mit horizontaler Bohrung.

Geschlitzter Schaft
Beim geschlitzten Schaft wird das Ende der Saite zunächst in die vertikale Bohrung gesteckt. Die Saite wird dann durch den Schlitz geführt, an der Seite des Schaftes umgebogen und dann – am besten mithilfe einer Saitenkurbel – am Schaft aufgewickelt. Eine saubere Wicklung von oben nach unten ist ideal. Normalerweise entstehen etwa drei Wicklungen.

Schaft mit horizontaler Bohrung
Bei der Schaftvariante mit horizontaler Bohrung wird die Saite durch diese Bohrung gesteckt, sodass ein klein wenig des Saitenendes aus dem Loch herausragt. Das Ende wird nach oben umgeknickt, dann wird die Saite erst per Hand und dann mit der Saitenkurbel am Schaft aufgewickelt. Auch hier gilt: Die Wicklung erfolgt sauber von oben nach unten. Zum Schluss kann, wenn die Saite gut gespannt ist, das überstehende Ende der Saite abgeknipst werden.

Dehnen der Saiten
Nach dem Aufziehen bzw. während des Stimmens sollten neue Saiten immer etwas gedehnt werden, damit sie später die Stimmung stabil halten. Am besten stimmt man eine Saite, dehnt sie von Hand etwas, stimmt sie nochmals nach, dehnt sie nochmals etwas, stimmt sie nochmals nach.

3. E-Gitarren selber zusammenbauen und lackieren

Gitarrenbausätze bieten die Möglichkeit, alle Einzelteile der Gitarre einmal genau unter die Lupe zu nehmen.
Gitarrenbausätze bieten die Möglichkeit, alle Einzelteile der Gitarre einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

Bausätze sind eine tolle Angelegenheit für alle, die Spaß daran haben, kreativ zu sein und gleichzeitig die Einzelkomponenten der E-Gitarre mitsamt ihren funktionalen Zusammenhängen kennenzulernen bzw. einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Schritt-für-Schritt-Bauanleitungen sorgen für den richtigen Durchblick beim Zusammenbau der Do-it-yourself-E-Gitarre.

Das Finish

Als einer der ersten Arbeitsschritte steht beim Bausatz das Finish von Korpus und Hals an. Die individuelle Oberflächengestaltung erfolgt vor dem Zusammenbau der Bausatz-Einzelteile und macht die Gitarre zu einem unverwechselbaren Instrument, das es so kein zweites Mal gibt. Für das Finish einer E-Gitarre kommen, je nach gewünschtem Erscheinungsbild, unterschiedliche Kombinationen von Anstrichen in Frage. Soll die E-Gitarre eine naturbelassene Optik erhalten, bietet sich zum Beispiel das Beizen an, das die Holzmaserung noch durchscheinen lässt, aber gleichzeitig das Setzen farblicher Akzente erlaubt. – Auf den Klang der E-Gitarre haben die unterschiedlichen Oberflächenarbeiten übrigens bei der Solidbody-Bauweise keine spürbare Auswirkung.

Vorarbeiten

E-Gitarren-Bausätze haben den großen Vorteil, dass Hals und Korpus der E-Gitarre bereits versiegelt und vorgeschliffen, also für das Finish perfekt vorbereitet sind. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich trotzdem, die zu bearbeitenden Teile nochmals mit feinkörnigem Schleifpapier (400er bis 600er Körnung) zu bearbeiten, bevor es mit der Gestaltung des persönlichen Gitarrenlooks weitergeht. Wer dann auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich zunächst ein Stück Holz besorgen, um die weiteren Arbeitsschritte auszuprobieren. – Unnötiger Arbeitsaufwand bzw. unerwünschte Ergebnisse und aufwendige Korrekturen können so ganz einfach vermieden werden.

Mit welchen Coatings kann ich meine E-Gitarre zu einem absoluten Einzelstück machen?

Die folgende Tabelle und die dazugehörigen Erläuterungen geben eine erste Orientierung zu den Eigenschaften und Besonderheiten unterschiedlicher Stoffe, die für die Oberflächenbearbeitung der E-Gitarre in Frage kommen. Fachgeschäfte für Malerbedarf sind die richtigen Ansprechpartner für Detailfragen und oft perfekte Infoquelle für aktuelle Trends.

  Nitrolack PU-Lack Acryllack PU-Acryllack Öl Beize
unempfindlich gegenüber Lichteinflüssen
unempfindlich gegenüber Weichmachern
schnell trocknend
Auftrag mit Pinsel, Rolle etc. (mehrere Schichten)
Auftrag durch Sprühen (mehrere Schichten)
umweltverträglich
gute Deckkraft
mechanisch gut belastbar

Nitrolacke …

… trocknen schnell und sind mechanisch relativ belastbar, aber nicht lichtecht, das heißt sie neigen dazu, auszubleichen oder zu vergilben. Nitrolacke reagieren auch empfindlich gegenüber Wasser und Chemikalien. Sie werden gespritzt, da sie sich mit dem Pinsel schlecht in mehreren Schichten auftragen lassen. Nitrolacke haben einen hohen Lösungsmittelanteil, sodass eine mit dem Pinsel aufgetragene Schicht die bereits darunterliegende Schicht schnell wieder mit an- oder auflösen würde. Da Nitrolacke empfindlich auf unterschiedliche Chemikalien reagieren, können Probleme im Zusammenhang mit Gitarrenständern auftreten. Die Polsterungen von Stativen enthalten oft Weichmacher, auf die die Nitrolacke empfindlich reagieren: an den Berührungspunkten von Gitarre und Ständer kann es deshalb zu hässlichen Verfärbungen kommen.

PU-Lacke …

… sind, wie Nitrolacke, mechanisch ebenfalls gut belastbar, das heißt unter anderem relativ stoßfest. Sie haften sehr gut und sind im Vergleich zu Nitrolacken unempfindlicher gegenüber Chemikalien und Witterungseinflüssen. PU-Lacke werden durch Weichmacher nicht angegriffen, deshalb kann bei ihnen das „Gitarrenständerproblem“ (siehe Nitrolacke) nicht auftreten. Sie sind darüber hinaus sehr lichtbeständig.

Acryllacke …

… auf Wasserbasis sind besonders umweltverträglich und zeichnen sich außerdem durch Langlebigkeit und UV-Beständigkeit aus. Sie vergilben nicht und sind beständig gegenüber Weichmachern. Mit wasserbasiertem Acryllack bearbeitete Oberflächen weisen eine deutliche Elastizität der Anstrichschicht auf und haben damit keine sehr hohe mechanische Beständigkeit, das heißt sie sind weder besonders hart noch kratzfest. Acryllacke können mit dem Pinsel oder einer Rolle auf das Holz aufgetragen werden und lassen sich alternativ auch aufsprühen. Acryllack sollte in möglichst dünnen Schichten aufgetragen werden, dann härtet er besser aus.

PU-Acryllacke …

… vereinen die positiven Eigenschaften reiner Kunstharz- und Acryllacke. Sie erreichen eine hohe Oberflächenhärte, sind stoßfest und trocknen rasch. Trotzdem haben PU-Acryllacke einen relativ geringen Lösungsmittelanteil.

Öle …

… sind eine weitere Alternative für das Finish der E-Gitarre. Am besten geeignet sind Holzhartöle, da sie besonders strapazierfähig und unempfindlich sind. Wie beim Beizen wird der natürliche Charakter des Holzkorpus betont. Je nach Wunsch können dem farblosen Öl auch gezielt Farbpigmente beigemischt werden. Mit Öl behandelte Holzflächen werden nicht zusätzlich lackiert, sondern in mehreren Arbeitsschritten wiederholt geölt und mit feinem Schleifpapier nachgeschmirgelt, um eine schöne Oberfläche zu erhalten. Mit Öl behandelte Solidbodies sind zwar unempfindlich gegenüber Wasser und Schweiß, aber nicht besonders gut gegen mechanische Belastungen geschützt. Die Licht- bzw. UV-Beständigkeit der erhältlichen Holzöle differiert teilweise sehr stark. Je nachdem, in welchem Maß die E-Gitarre der Sonne ausgesetzt ist, kann das behandelte Holz also unter Umständen auch stark nachdunkeln.

 

Beizen …

… erlauben einen Farbauftrag, bei dem das Naturholz bzw. dessen Maserung noch durchscheint. Beizen unterstützen damit, je nach Intensität, einen naturbelassenen Look und können die Kontraste der Holzmaserung noch zusätzlich hervorheben. Möchte man seine E-Gitarre beizen, ist es wichtig, für eine saubere Oberfläche ohne Schleifstaub und vor allem ohne Leimreste zu sorgen, denn diese sind nach dem Beizen deutlich sichtbar. Nach dem Beizen muss noch lackiert werden, um den Schutz der Oberfläche zu gewährleisten, denn die Beize selbst zieht in das Holz ein, bildet also keine mechanische Schutzschicht gegen Stöße usw. Sie wird am häufigsten mit einem Pinsel oder einem Schwamm aufgetragen, kann aber auch gesprüht werden. Holzbeizen auf Wasserbasis sind besonders umweltfreundlich.

4. Tonabnehmer

Akustische Gitarren mit Tonabnehmern, zum Beispiel Westerngitarren, die mit einem Tonabnehmersystem ausgestattet sind, können dank ihres “hohlen“ Resonanzkörpers wahlweise mit oder ohne elektrische Verstärkung gespielt werden. E-Gitarren hingegen haben einen massiven Holzkorpus („Solidbody“), der nicht in der Lage ist, die Schwingungen der Gitarrensaiten akustisch zu verstärken. E-Gitarren funktionieren also nur mit Tonabnehmern. Diese wandeln die Saitenschwingungen in elektrische Signale um und machen sie, in Zusammenarbeit mit dem Gitarrenverstärker, hörbar.

Wie wirkt sich eine schwingende Stahlsaite auf einen Single Coil Pickup aus? Quelle Animation: Wikipedia, Dake.
Wie wirkt sich eine schwingende Stahlsaite auf einen Single Coil Pickup aus? Quelle Animation: Wikipedia, Dake.

Elektromagnetische Tonabnehmer

Elektromagnetische Tonabnehmer bestehen aus Magneten und Drahtspulen und sind in geringem Abstand unterhalb der Saiten angebracht. Für je eine Saite ist dabei eine separate Funktionseinheit „Magnet – Spule(nabschnitt)“ zuständig. Man erkennt dieses Funktionsprinzip der im Korpus verbauten Tonabnehmer von außen gut an den Pins bzw. Einstellschrauben der Tonabnehmer, die jeweils einer der sechs Gitarrensaiten zugeordnet sind.

Funktionsprinzip
Den Magneten des Tonabnehmers umgibt ein konstantes, magnetisches Feld. Schwingt nun eine ferromagnetische Saite dicht über dem Magnetpol, ändert sich dieses Magnetfeld. In Kombination mit der Spule wird hierdurch eine Spannung erzeugt, die als Ausgangssignal an den Gitarrenverstärker weitergeleitet wird.

Auswirkung der Position eines Pickups
Die Position, an der ein Tonabnehmer auf der E-Gitarre platziert wird, wirkt sich erheblich auf den erzeugten Klang aus. Ein Tonabnehmer, der sich näher am Steg befindet, produziert einen anderen Sound als ein Tonabnehmer, der näher am Griffbrett bzw. Hals untergebracht ist. Dies resultiert aus dem Schwingungsverhalten einer Saite: sie schwingt in der Nähe des Steges anders als in der Nähe des Griffbretts.

Der Regler befindet sich in der Mitte: sowohl Humbucker als auch Single Coil sind aktiv. Wird der Regler nach oben geschoben, spricht nur noch der Single Coil an, befindet sich der Regler in der unteren Position, nimmt nur der Humbucker die Töne ab.
Der Regler befindet sich in der Mitte: sowohl Humbucker als auch Single Coil sind aktiv. Wird der Regler nach oben geschoben, spricht nur noch der Single Coil an, befindet sich der Regler in der unteren Position, nimmt nur der Humbucker die Töne ab.

Nimmt man baugleiche Tonabnehmer, produziert der näher am Steg positionierte Tonabnehmer einen härteren, obertonreicheren Klang und der am Hals positionierte einen volleren, bassigeren Sound. Die Kombination mehrerer Tonabnehmer an verschiedenen Positionen schafft unterschiedliche, charakteristische Klangbilder. Regler an der E-Gitarre erlauben das gezielte Hinzu- oder Wegschalten der Tonabnehmer.

Es gibt zwei Varianten elektromagnetischer Tonabnehmer: Single Coils und Humbucker.

Single Coil
„Single Coil Pickup“ heißt wörtlich übersetzt „Einzelspulen-Tonabnehmer“. Single Coils setzen sich entweder aus sechs vertikalen Stabmagneten und einer umgebenden Spule oder einem liegenden Blockmagneten, sechs vertikalen Eisenstiften und einer umgebenden Spule zusammen. Ein Single Coil Pickup erfasst die Schwingung einer Saite an einem Punkt.

Humbucker
Ein Humbucker besteht aus zwei Single Coil Pickups, deren Spulen umgekehrt gepolt sind. Durch diesen Aufbau wird erreicht, dass störende Signale externer Quellen (zum Beispiel Netztransformatoren) eliminiert werden. Daher rührt auch der Name „Humbucker“: „hum“ ist das englische Wort für „Netzbrummen“ und „to buck“ bedeutet so viel wie „abfangen“ oder „in entgegengesetzter Richtung wirken“. Ein Humbucker erfasst die Schwingung einer Saite an zwei Punkten.

Piezoelektrische Tonabnehmer

Mechanisches Funktionsprinzip
Piezo-Tonabnehmern liegt kein elektromagnetischer Effekt, sondern ein mechanischer Vorgang zugrunde. Aus diesem Grund können piezoelektrische Tonabnehmer auch bei akustischen Gitarren mit Nylonsaiten eingesetzt werden, was bei elektromagnetischen Tonabnehmern ja nicht möglich ist (hier müssen die Saiten ferromagnetische Eigenschaften aufweisen, also metallisch sein).

Positionierung
Piezoelektrische Tonabnehmer werden entweder in den Steg eingebaut (Stegeinlagen-Tonabnehmer = gängige Variante) oder auf der Gitarrendecke platziert (Decken-Tonabnehmer = seltenere Variante). Entsprechend nehmen sie entweder die mechanische Vibration der Saiten über den Steg oder die durch die Saitenschwingung und den Resonanzkorpus erzeugten Vibrationen an der entsprechenden Position der Korpusdecke auf und wandeln diese in elektrische Ausgangssignale um.

Einsatz
Piezo-Tonabnehmer werden am häufigsten bei akustischen Gitarren (mit hohlem Resonanzkörper) eingesetzt. Bei Solidbody-Gitarren finden Stegeinlagen-Tonabnehmer alternativ oder in Ergänzung zu elektromagnetischen Pickups äußerst selten Anwendung, während Decken-Tonabnehmer wegen des fehlenden Resonanzkörpers überhaupt nicht verwendet werden.

5. Legendäre E-Gitarren

Fender Stratocaster

Fender Classic 70s Strat
Fender Classic 70s Strat

Die Strat wird seit 1954 von Fender hergestellt. Sie gilt noch heute als beliebteste Gitarre weltweit und wird von Fender selbst als „die großartigste E-Gitarre der Welt“ betitelt. Erschaffen wurde das gute Stück einst im sonnigen Kalifornien ausgerechnet durch einen gelernten Buchhalter, der bis zu seinem Lebensende weder Gitarre spielen konnte noch wollte: Leo Fender.

Neben ihrer Form sind für die Stratocaster mehrere Merkmale absolut typisch, wenngleich es natürlich auch Strat-Modelle gibt, deren Ausstattung – zum Beispiel hinsichtlich der Tonabnehmer – davon abweicht:

  • asymmetrische Kopfplatte
  • drei Single Coil Pickups: Bridge, Middle, Neck
  • Fünfwegschalter für die Tonabnehmer
  • Chromgehäuse für Klinkenbuchse
  • Vibrato mit kippbarer Brücke
  • bestücktes Schlagbrett aus dreilagigem Kunststoff („loaded pickguard“)

 

Fender Telecaster

Fender Standard Tele MN
Fender Standard Tele MN

Schon vor der Stratocaster gab es die Telecaster: Die Telecaster wird seit 1950 nahezu unverändert von Fender hergestellt und gilt als die erste in Massenfertigung produzierte Solidbody-E-Gitarre. Ursprünglich sollte die Telecaster eigentlich in Anlehnung auf die zu dieser Zeit populären und modernen Radioübertragungen den Namen „Broadcaster“ erhalten. Da es aber schon ein Schlagzeug mit dieser Bezeichnung gab, musste Fender nochmals umdenken und entschied sich schließlich für eine Anspielung auf die neue Technologie des Fernsehers – der Name „Telecaster“ war geboren.

Für die Telecaster, bei der Leo Fender größten Wert darauf legte, dass sie vor allem günstig herzustellen sein müsse, sind unter anderem folgende Merkmale typisch:

  • asymmetrische Kopfplatte
  • Korpus meist aus Erle oder Esche
  • Hals aus Ahorn
  • zwei Single Coil Pickups
  • größerer Stegtonabnehmer mit schräger Einbauposition, Befestigung an der Steggrundplatte mit drei Schrauben
  • kleinerer Halstonabnehmer mit Metallkappe
  • Dreiwegeschalter für Tonabnehmer + Ton- und Lautstärkeregler

Gibson Les Paul

Gibson Les Paul 1959 Standard Reissue
Gibson Les Paul 1959 Standard Reissue

„The Log“, einen Holzscheit mit Saiten, nannte der Jazzgitarrist Les Paul seine in den 1940er Jahren entwickelte E-Gitarre. Als „Besenstil“ titulierte sie 1949 der Chef der Mutterfirma des Gitarrenherstellers Gibson. – Dass dieses „Stück Holz“ aber einmal Geschichte schreiben sollte, ahnte damals keiner der beiden Männer.

Die legendäre „Paula“ wird seit 1952 von Gibson hergestellt.

Neben ihrer charakteristischen Silhouette sind für die Les Paul unter anderem folgende Merkmale typisch:

  • gewölbte Decke (meist Ahorn)
  • Mahagonikorpus
  • zwei Humbucker-Tonabnehmer (Hals und Brücke)
  • dreistufiger Schalter für Tonabnehmer
  • je ein Ton- und ein Lautstärkeregler für die Tonabnehmer
  • trapezförmige Einlagen am Griffbrett

6. Glossar

aktiver Tonabnehmer
Das durch den Tonabnehmer generierte Ausgangssignal wird durch einen in der Gitarre integrierten Vorverstärker bearbeitet und erst dann an den (externen) Verstärker weitergeleitet. Aktive Tonabnehmersysteme werden normalerweise durch eine Batterie versorgt.

Alkydharzlack
= Kunstharzlack (lösemittelhaltiger Lack); Kunstharzlacke trocknen sehr schnell und haben eine hohe mechanische Beständigkeit und eine harte und kratzfeste Oberfläche.

Barré
Griff, bei dem mit einem Finger mehrere oder alle Saiten gleichzeitig gedrückt werden.

Basssaiten
die tiefen, dicken Saiten der Gitarre: E, A, D

Bending
(engl. = das Biegen, Verbiegen, Krümmen); Spieltechnik, bei der eine Saite seitlich auf dem Bund verschoben wird, während sie gespielt/heruntergedrückt wird. Dieses heruntergedrückte Verschieben entspricht einer Verbiegung der Saite, die zu einer höheren Saitenspannung führt. Dadurch wird der gespielte Ton eine Nuance höher und gezielt verfremdet.

Bullet
kugelförmiges Saitenende, das am Steg befestigt wird

Coating
(engl.) = Anstrich, Beschichtung

Coil
(engl.) = Drahtspule

Custom-Gitarre
(engl. „custom product“ = „Spezialanfertigung“); speziell angefertigte oder besonders hochwertige Gitarren

DD-Lack
= PU-Lack; „DD“ entspricht den Marken-/Handelsnamen „Desmodur® und Desmophen®“ (Zweikomponentensystem)

ferromagnetisch
Eigenschaft eines Körpers (metallische Saite), dass er von einem Pol eines äußeren Magnetfeldes (Magnet des Tonabnehmers) angezogen werden kann

Fingersatz
Zahlenangaben in Noten, die anzeigen, mit welchem Finger die jeweilige Note gegriffen werden soll.

Finish
Oberflächenbearbeitung

Gauge
(engl. = Dicke, Breite); Begriff, der teilweise im Zusammenhang mit der Angabe der Stärke einer Gitarrensaite verwendet wird.

Hollowbody
(engl.) = Hohlkorpus, Hohlkörper

Inch
= Zoll; Maß für die Angabe von Saitenstärken

Jammerhaken
= Vibrato; umgangssprachliche Bezeichnung

Korpus
(Resonanz-) Körper der Gitarre. Der Korpus einer akustischen Gitarre setzt sich aus dem Boden, den Zargen und der Decke zusammen, bei einer Solidbody-E-Gitarre ist der Korpus ein massiver Holzkörper ohne Hohl-/Resonanzraum.

Lick
ähnlich „Riff“; kurze Melodie, die oft nur ein bis zwei Takte lang ist; ohne Akkordwechsel.

Mensur
Die Mensur ist ein Größenmaß, das bei Musikinstrumenten verwendet wird. Bei einer Gitarre wird die Länge der Saiten zwischen Sattel und Steg (Länge der frei schwingenden Saiten) als Mensur bezeichnet. Die Mensur „4/4“ entspricht einer normalgroßen Konzertgitarre für Erwachsene, die Mensuren „1/4“, „1/2“, „3/4“ und „7/8“ sind verkürzt und eignen sich jeweils für bestimmte Altersgruppen von Kindern bzw. für Kinder mit einer bestimmten Körpergröße. 1/4-Konzertgitarren eignen sich beispielsweise für Kinder ab vier bis sieben Jahren bzw. eine Körpergröße von bis zu 110 cm.

NC-Lack
= Nitrolack

Nickel Plated Steel
Saiten mit einem Stahlkern; die Umwicklung besteht aus vernickeltem Stahldraht

Nitrozelluloselack
= Nitrolack

P-90
Single Coil Tonabnehmer von Gibson; erzeugt einen kräftigeren Klang als übliche Single Coils und wird deshalb oft als Alternative zwischen Single Coil und Humbucker eingestuft.

passiver Tonabnehmer
Das durch den Tonabnehmer generierte Ausgangssignal wird unverändert weitergeleitet.

Pickguard
(engl. „pick“ = Plektrum, „guard“ = Schutzblech); Schlagbrett, Schlagschutz

Pickup
(engl.) = Tonabnehmer

plain
(engl. = einfach, klar, glatt); nicht umwickelte Gitarrensaite

Plektrum
Auch: Plektron; Mehrzahl: Plektren. Ein Plektrum ist ein Plättchen, meist aus Kunststoff, das zur Hilfe genommen wird, um vorzugsweise Gitarren mit Stahlsaiten anzuschlagen oder zu zupfen. Das Spiel mit Plektren erzeugt im Vergleich zum Anschlagen oder Zupfen der Saiten mit den Fingern einen prägnanteren, lauteren Klang.

Polyurethanlack
= PU-Lack

Pure Nickel Wound
Saiten mit einem Stahlkern; die Umwicklung besteht aus einer Nickellegierung

Riff
ähnlich „Lick“: ein sich wiederholendes, sehr einprägsames, kurzes, musikalisches Motiv innerhalb eines Songs; mit Akkordwechsel

Saitenkurbel
Zubehörteil, das das Aufziehen neuer Saiten erleichtert; Die Saitenkurbel ermöglicht ein schnelleres Drehen des Wirbels.

Solidbody
massiver Gitarrenkorpus (E-Gitarre); im Gegensatz zu einem „hohlen“ Resonanzkörper (akustische Gitarre)

Stahl
metallische Legierung mit dem Hauptbestandteil Eisen

Stainless Steel
(engl.); rostfreier Stahl, Edelstahl

Tabulatur
Gitarrentabulaturen sind alternative Darstellungsformen zu herkömmlichen Notenschriften. Es werden die sechs Saiten, also das Griffbrett der Gitarre, abgebildet und auf diesen Linien (= Saiten) die zu tätigenden Griffe über Punkte oder Zahlen markiert. Mit dieser Schreibweise erhält man die Information darüber, welche Saite man auf welchem Bund greifen muss. Allerdings kann man von einer Tabulatur nicht ablesen, mit welchem Finger der jeweilige Griff ausgeführt werden soll. Ebenfalls fehlen bei den meisten Tabulaturen genaue Angaben zum Rhythmus eines Stücks, also zur Länge der gespielten Griffe. Ein Lied, das man nicht kennt, nur mithilfe einer Tabulatur richtig zu spielen, ist deshalb schwierig bis unmöglich.

Tension
(engl. = Spannung); Angabe zur Saitenstärke, die nur im Zusammenhang mit akustischen Konzertgitarren/Nylonsaiten verwendet wird.

Tremolo
= Vibrato

Vibrato
mechanischer Hebel, der am Steg (Saitenhalter) angebracht ist und dazu dient, die Spannung und damit die Tonhöhe der Saiten zu verändern, um spezielle Klangeffekte zu erzielen.

wound
(engl.) = umwickelt; von „to wind“ = wickeln, winden

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 02.06.2015, Autor: Jutta Kühl

Quellen/Fotos:

http://www.acordado.de/index.php/gitarrentipps/gitarre-ohne-noten
http://www.baumarkt.de/nxs/225///baumarkt/schablone1/Farben-Lacke-und-Lasuren-ein-Ueberblick-ueber-Anstrichstoffe
http://www.bubw.de/?lvl=914
http://www.elektronikinfo.de/audio/elektrogitarre.htm
http://www.elixirstrings.de/products/additional-information/richtige_elektrik_saiten_waehlen.html
http://intl.fender.com/de-DE/guitars/stratocaster/
http://de.wikipedia.org/wiki/Fender_Telecaster
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/forum
http://www.hercules-stands.info/know-how/nitrolack-gitarrenstaender.html
https://hps.hs-regensburg.de/~elektrogitarre/pdfs/kap6.pdf
http://www.istockphoto.com/photo/child-playing-guitar-6081883
http://www.justchords.de/reality/strings.html
http://www.schadstoffberatung.de/farben.htm
http://www.spiegel.de/einestages/legendaere-e-gitarren-die-klampfmaschinen-a-946558.html
http://six-strings.de/kurse/gitarre-lernen-schnellstart/haufige-anfangerfragen
http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag4118.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Single_coil_string_anim.gif
http://de.wikipedia.org/wiki/Fender_Stratocaster
http://de.wikipedia.org/wiki/Ferromagnetismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Gibson_Les_Paul
http://de.wikipedia.org/wiki/Gitarrensaite
http://de.wikipedia.org/wiki/Humbucker#/media/File:Hmb.png
http://de.wikipedia.org/wiki/Nitrozelluloselack
http://de.wikipedia.org/wiki/Polyurethane
http://de.wikipedia.org/wiki/Stahl
https://www.youtube.com/watch?v=LYRlwrpwL0A
https://www.youtube.com/watch?v=O7IEiXZBcL0
https://www.youtube.com/watch?v=UR7lAmS40SM
http://pixabay.com/de/gitarre-gitarrist-musiker-rock-708015/