Im Cajon-Glossar findest du die wichtigsten Fachbegriffe rund um Aufbau, Klang und Spieltechnik kurz erklärt. Von Bass, Tone und Slap über Snare-System und Schlagplatte bis zu Groove und Ghost Notes bietet das Glossar einen schnellen Überblick und verweist auf die passenden vertiefenden Kapitel.
- Afro-peruanische Cajon
- Traditionelle Form der Cajon mit Ursprung in Peru und enger Verbindung zur afro-peruanischen Musikkultur. Sie besitzt traditionell kein zusätzliches Snare-System und wird auf der vorderen Schlagfläche gespielt.
- Bass
- Tiefer, runder Grundschlag der Cajon. Er wird vor allem im mittleren Bereich der Schlagfläche gespielt und übernimmt im Groove häufig eine ähnliche Funktion wie die Bassdrum eines Schlagzeugs.
- Bass-Cajon
- Cajon-Bauform mit größerem Resonanzkörper, die besonders auf einen tiefen und druckvollen Bassklang ausgelegt ist.
- Cajon
- Kastenförmiges Percussioninstrument mit Ursprung in Peru. Gespielt wird es überwiegend mit Händen und Fingern auf einer Schlagplatte an der Vorderseite.
- Cajonito
- Kleine Cajon-Variante, die je nach Bauform zwischen den Beinen gehalten oder auf andere Weise gespielt wird. Sie dient meist als zusätzliches Percussioninstrument und nicht als Sitzinstrument.
- Clap Corner
- Äußerste obere Ecke der Schlagplatte, die für besonders kurze und knackige Akzente genutzt werden kann. Bei manchen Cajons ist dieser Bereich konstruktiv speziell ausgeführt oder etwas lockerer befestigt.
- Flamenco-Cajon
- Weiterentwickelte Cajon-Bauform auf Grundlage der peruanischen Cajon. Charakteristisch ist ein zusätzliches Snare-System aus Saiten oder einem Snareteppich, das für prägnante, raschelnde Höhen sorgt.
- Ghost Note
- Sehr leise gespielter Zwischenschlag, der einen Rhythmus ergänzt, ohne als deutlicher Akzent hervorzutreten. Ghost Notes tragen wesentlich zum Groove bei.
- Groove
- Rhythmisches Zusammenspiel von Schlägen und Pausen, das einem Rhythmus seinen charakteristischen Fluss und sein musikalisches Feeling verleiht.
- Korpus
- Kastenförmiger Resonanzkörper der Cajon. Er besteht meist aus mehreren Holzplatten und beeinflusst unter anderem Resonanz, Lautstärke und Klangcharakter.
- Kubanische Cajon
- Cajon-Bauform aus der kubanischen Musiktradition. Sie existiert in verschiedenen Größen und wird häufig von oben gespielt. Im Gegensatz zu vielen modernen Flamenco-Cajons besitzt sie üblicherweise kein Snare-System.
- Pattern
- Rhythmisches Muster, das sich innerhalb eines Stücks oder einer Übung wiederholt. Mehrere Patterns können miteinander kombiniert oder variiert werden.
- Percussion
- Sammelbegriff für Instrumente, deren Klang vor allem durch Schlagen, Schütteln, Reiben oder ähnliche Bewegungen erzeugt wird. Die Cajon gehört zur Familie der Percussioninstrumente.
- Resonanz
- Mitschwingen eines Körpers infolge einer Anregung. Bei der Cajon werden die durch den Anschlag erzeugten Schwingungen über Schlagplatte, Luftvolumen und Korpus weitergegeben und beeinflussen so den wahrgenommenen Klang.
- Resonanzplatte
- Rückseitige Platte der Cajon. In ihr befindet sich bei klassischen Bauformen meist das Schallloch. Sie ist Teil des Resonanzkörpers und beeinflusst das Schwingungsverhalten des Instruments.
- Schallloch
- Öffnung im Korpus einer Cajon, die sich meist auf der Rückseite befindet. Über sie kann die im Inneren bewegte Luft nach außen gelangen; Größe und Position beeinflussen das akustische Verhalten der Cajon.
- Schlagfläche / Schlagplatte
- Dünnere Platte an der Vorderseite der Cajon, auf der die meisten Schläge ausgeführt werden. Material, Stärke und Befestigung beeinflussen Ansprache und Klang maßgeblich.
- Slap
- (engl.) bedeutet übersetzt "Klaps" oder "Schlag"; kurzer, heller und durchsetzungsfähiger Akzentschlag im oberen Bereich der Schlagfläche. Ein guter Slap entsteht durch kontrollierte Technik und nicht durch möglichst viel Kraft.
- Snare
- (engl.) = Schnarrsaite, Schlinge; Bezeichnung für den charakteristischen schnarrenden beziehungsweise raschelnden Klanganteil einer Cajon. Er entsteht bei vielen Modellen durch Saiten, Spiralen oder einen Snareteppich an der Schlagplatte.
- Snare-Saiten
- Gespannte Saiten im Inneren einer Cajon, die an der Schlagplatte anliegen und bei deren Schwingung den typischen Snare-Klang erzeugen.
- Snare-System
- Oberbegriff für die Konstruktion, mit der eine Cajon ihren typischen Snare-Effekt erzeugt, beispielsweise Gitarrensaiten, spezielle Snare-Saiten oder einen Snareteppich.
- Snareteppich
- Mehrere nebeneinanderliegende Metallspiralen, die an der Schlagplatte anliegen und beim Anschlagen mitschwingen. Dadurch entsteht ein raschelnder, an eine Snare Drum erinnernder Klang.
- Snaretraverse
- Leiste im Inneren bestimmter Cajons, an der ein Snareteppich oder andere Snare-Elemente befestigt beziehungsweise positioniert werden können.
- Tip
- (engl.); to tip something bedeutet übersetzt etwas antippen; leiser, kontrollierter Schlag, der meist mit den Fingern oder Fingerspitzen gespielt wird. Tips werden häufig für Ghost Notes und als verbindende Zwischenschläge in einem Groove eingesetzt.
- Tone
- Heller und klarer Grundschlag, der im oberen Randbereich der Schlagplatte gespielt wird. Er ist deutlich vom Bass und von einem Slap oder Clap-Corner-Akzent zu unterscheiden.
- Furnier
- Dünne Holzschicht, die beispielsweise auf einer Schlagplatte als sichtbare Oberfläche verwendet werden kann. Das sichtbare Furnier muss daher nicht dem eigentlichen tragenden Material der Schlagplatte entsprechen.
- Sperrholz
- Holzwerkstoff aus mehreren miteinander verleimten Furnierlagen. Er ist formstabil und belastbar und wird deshalb besonders häufig für Cajon-Korpusse und Schlagplatten verwendet.
10 von 10
- 1. Einleitung
- 2. Woher kommt die Cajon? Herkunft und Geschichte
- 3. Wie klingt eine Cajon?
- 4. Welche Cajon-Bauformen gibt es?
- 5. Aus welchem Material besteht eine Cajon?
- 6. Wie ist eine Cajon aufgebaut?
- 7. Richtig auf der Cajon sitzen
- 8. Cajon spielen lernen: die wichtigsten Schlagtechniken
- 9. Cajon für Kinder und Musikunterricht
- 10. Cajon-Glossar: wichtige Begriffe einfach erklärt