Kurz & knackig

Ein Akkordeon kurz erklärt: Es besteht im Wesentlichen aus Diskant, Bass und Balg. Auf der rechten Diskantseite wird meist die Melodie gespielt, während die linke Bassseite für Bass- und Akkordbegleitung genutzt wird. Der Ton entsteht, wenn beim Ziehen und Drücken des Balgs Luft über Metallzungen strömt und diese zum Schwingen bringt.

Begriff Bedeutung
Pianoakkordeon Akkordeon mit klavierähnlichen Tasten im Diskant
Knopfakkordeon Akkordeon mit Knöpfen auf der Melodieseite
chromatisch alle zwölf Halbtöne spielbar
diatonisch auf bestimmte Tonarten ausgelegt
gleichtönig gleicher Ton bei Zug und Druck
wechseltönig unterschiedlicher Ton bei Zug und Druck

Akkordeons gehören zu den sogenannten Handzuginstrumenten; ihr Herzstück ist der Balg. Er reguliert den Luftstrom im Instrument: Beim Auseinanderziehen und Zusammendrücken strömt Luft über Stimmzungen aus Metall, wodurch diese in Schwingung geraten und der Ton erklingt.

Grundsätzlich besteht ein Akkordeon aus drei Hauptbereichen: Vom Spieler aus gesehen befindet sich rechts das Diskantgehäuse mit der Diskantseite für die Melodie; dort sitzt je nach Bauart eine Klaviatur oder ein Knopfgriffsystem. Links befindet sich das Bassgehäuse mit der Bassseite für Akkordbegleitung und Basstöne. In der Mitte verbindet der flexible Balg beide Gehäuseteile miteinander und erzeugt den Luftstrom, der die Stimmzungen zum Klingen bringt. So kann das Akkordeon Melodie und Begleitung gleichzeitig wiedergeben - und bleibt dabei ein tragbares, vielseitiges Instrument.

Wer als Einsteiger, Fortgeschrittener oder einfach aus Interesse einen schnellen und verständlichen Überblick sucht, findet hier die wichtigsten Grundlagen zu Aufbau und Funktionsweise des Akkordeons sowie zu seinen verschiedenen Bauarten. Dazu gehören die Unterschiede zwischen Bass- und Diskantseite, zwischen chromatischen und diatonischen Modellen und zwischen Tasten- und Knopfakkordeons. Das hilft dabei, die Spielweise besser zu verstehen und das passende Instrument gezielter auszuwählen.

Tastenakkordeon der Marke Alpenklang mit Bezeichnungen Diskant, Balg, Bass

Bass beim Akkordeon

Vom Spieler aus gesehen befindet sich die Bassseite des Akkordeons links. Dort sind die Bassknöpfe in Reihen angeordnet - je nach Instrument nach unterschiedlichen Basssystemen. Über diese Knöpfe werden Basstöne und Akkorde gespielt, die vor allem der Begleitung dienen.

Akkordeons können unterschiedlich viele Bassknöpfe besitzen. Große Instrumente verfügen häufig über 120 Bässe und bieten dadurch besonders viele Begleitmöglichkeiten. Da mit vielen Bassknöpfen vollständige harmonische Akkorde erzeugt werden können, leitet sich daraus auch der Name "Akkordeon" ab.

Diskant am Instrument

Vom Spieler aus gesehen befindet sich der Diskant auf der rechten Seite des Akkordeons. Hier wird in der Regel die Melodie gespielt. Je nach Akkordeontyp besteht die Diskantseite entweder aus einer Klaviatur mit Tasten ähnlich wie beim Klavier oder aus runden Knöpfen.

Die Anzahl der Diskanttasten beziehungsweise Diskantknöpfe beeinflusst auch Größe und Gewicht des Instruments. Je größer der Tonumfang, desto mehr Platz wird im Gehäuse benötigt - entsprechend fallen Akkordeons mit vielen Diskanttasten meist größer und schwerer aus.

Chromatisch oder diatonisch - was ist der Unterschied?

Chromatische Akkordeons sind so aufgebaut, dass sie alle zwölf Halbtöne einer Oktave abbilden. Dadurch lassen sich grundsätzlich alle Tonarten spielen, was sie besonders vielseitig macht. Sie eignen sich für viele Musikrichtungen - von Volksmusik über Klassik bis hin zu Jazz, Pop und moderner Unterhaltungsmusik.

In der Regel sind chromatische Akkordeons gleichtönig. Das bedeutet: Wird eine Taste oder ein Knopf gedrückt, erklingt beim Ziehen und Drücken des Balgs derselbe Ton.

Diatonische Akkordeons basieren dagegen auf diatonischen Tonleitern. Diese bestehen aus sieben Tönen und folgen einer festen Abfolge aus Ganz- und Halbtonschritten. Solche Instrumente sind meist auf bestimmte Tonarten ausgelegt, häufig kompakter gebaut und besonders in der Volksmusik sehr verbreitet.

Viele diatonische Akkordeons sind wechseltönig. Das heißt: Beim Ziehen des Balgs erklingt bei derselben Taste oder demselben Knopf ein anderer Ton als beim Drücken. Dadurch entsteht eine besondere Spielweise, die den typischen Klangcharakter vieler diatonischer Instrumente prägt.

Chromatisches Pianoakkordeon

Beim Pianoakkordeon wird die Melodie auf der Diskantseite über Tasten gespielt, die optisch an Klaviertasten erinnern. Daher wird diese Akkordeonart auch Tastenakkordeon genannt. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Pianoakkordeon vor allem in vielen westlichen Ländern zu einer der bekanntesten und verbreitetsten Bauformen des Akkordeons.

Pianoakkordeons sind in der Regel chromatisch und gleichtönig. Das bedeutet, dass sie alle Halbtöne einer Oktave abbilden und beim Ziehen sowie Drücken des Balgs derselbe Ton erklingt. Die Tasten sind dabei meist etwas schmaler als bei einem Klavier, wodurch auch größere Tonumfänge auf einem vergleichsweise kompakten Instrument möglich sind. Diese Bauart wird daher auch häufig solo und im Konzert eingesetzt.

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Chromatische Pianoakkordeons in der Akkordeonausstellung des Musikhaus Kirstein

Chromatisches Knopfakkordeon

Beim chromatischen Knopfakkordeon wird die Melodie auf der rechten Diskantseite nicht über klavierähnliche Tasten, sondern über Knöpfe gespielt. Diese Bauweise ermöglicht einen großen Tonumfang auf vergleichsweise kleinem Raum.

Die meisten chromatischen Knopfakkordeons nutzen mehrere Knopfreihen für Melodien, häufig sind es fünf. Bei manchen Modellen sind die Knöpfe farblich in Schwarz und Weiß unterteilt. Diese Farbgebung orientiert sich an den schwarzen und weißen Tasten eines Klaviers und erleichtert die Orientierung auf dem Instrument.

Diatonische Harmonika / Steirische Harmonika

Die Steirische Harmonika wird auf der Diskantseite ebenfalls über Knöpfe gespielt. Im Gegensatz zum chromatischen Knopfakkordeon basiert sie jedoch auf diatonischen Tonleitern und ist in der Regel wechseltönig. Das bedeutet: Beim Ziehen und Drücken des Balgs erklingen bei derselben Taste unterschiedliche Töne. Als verwandtes Handzuginstrument gilt auch die Concertina, die jedoch anders aufgebaut ist und je nach Bauart eigene musikalische Einsatzbereiche hat.

Die Steirische Harmonika hat einen typischen Klangcharakter. Je nach Modell kann der Klang zudem über Register beeinflusst werden. Die 'Steirische' wird vor allem in der alpenländischen Volksmusik eingesetzt und ist besonders in Bayern, Österreich und Südtirol verbreitet.

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Steirische Harmonika Zupan Juwel in der Akkordeonausstellung des Musikhaus Kirstein

Diese Seite wurde zuletzt überprüft und/oder aktualisiert am: 02.07.2026

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  1. 1. Einleitung
  2. 2. Basics zu Akkordeons und Harmonikas
  3. 3. Tonumfang eines Akkordeons
  4. 4. Tipp für Kinder
  5. 5. Tipps für Erwachsene
  6. 6. Glossar