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E-Drum Ratgeber

Warum ein E-Drumset spielen?

E-Drumsets bieten gegenüber akustischen Schlagzeugen den großen Vorteil der geringeren Lautstärke und zudem eine große Vielfalt an verschiedenen Soundmöglichkeiten.

E-Drums können fast lautlos gespielt werden.

Geringe Lautstärke

Da der Sound eines E-Drumsets nicht akustisch, sondern per elektrischem Signal erzeugt wird, macht ein E-Drumset fast keinerlei Lärm. So kann mit Hilfe von Kopfhörern ungestört Schlagzeug gespielt werden, ohne dabei Mitbewohner oder Nachbarn zu belästigen.

Perfekter Sound

Ein weiterer Vorteil sind die immer perfekten Soundeinstellungen, speziell bei Live-Auftritten. Da der Sound im Modul erzeugt wird, gibt es kein Verstimmen o. Ä. - der Sound bleibt immer zu 100% gleich und perfekt. Bei Auftritten wird das E-Drumset ganz einfach per Klinkenkabel an die PA-Anlage angesteckt, wodurch sich die Lautstärke völlig unkompliziert anpassen lässt.

Wie funktioniert ein E-Drum?

E-Drum XDrum DD-530

Der Klang wird bei einem E-Drum nicht durch herkömmliche Felle, welche die Schwingung der Schläge auf Holzkessel übertragen, erzeugt, sondern elektronisch, wodurch sich zwei große Vorteile akustischen Sets gegenüber ergeben. Die Schlagflächen bei elektronischen Schlagzeugen sind sehr platzsparend, was besonders Schlagzeugern mit begrenztem Platz und solchen, die ihr Set öfter zu Auftritten oder Bandproben transportieren, entgegenkommt. Das Spielen auf den meist gummierten Schlagflächen ist so gut wie lautlos, da die Schlagflächen nur die Signale der Schläge weitergeben und selbst nicht mitschwingen. Diese elektrischen Signale werden dann zum Soundmodul, einem kleinen "Computer", weitergeleitet. Dort können nicht nur verschiedene Lautsprecher oder Kopfhörer angeschlossen werden, sondern auch die Lautstärke beliebig geregelt werden, was bei einem akustischen Schlagzeug nicht möglich ist. Wer also räumlich flexibel sein will und auch gerne sonntags in der eigenen Wohnung übt, für den ist ein E-Drumkit genau das Richtige.

Das Soundmodul des XDrum DD-530

Was möchte ich spielen?

Im Soundmodul sind verschiedenste Sounds gespeichert, die bei einem Signal erzeugt werden. Dadurch bietet ein elektronisches Schlagzeug eine fast endlose Vielfalt an Sounds, je nach Größe des Speichers bzw. der abgespeicherten Sounds. Neben klassischen Schlagzeugsounds finden sich auch unterschiedliche Percussion-Instrumente (Bongos, Congas, Tambourin, etc.) oder auch elektronische Sounds aus den Bereichen Dance, Fusion usw. auf einem Modul.

Welche Unterschiede gibt es bei elektronischen Schlagzeugen?

Neben gummierten Schlagflächen bieten viele Hersteller auch Meshheads an. Diese Netzgewebe werden wie normale Schlagfelle beim akustischen Schlagzeug über einen Kessel gespannt und fühlen sich beim Spielen besonders angenehm an, da diese die Sticks sanfter und vor allem authentischer zurückfedern lassen (Rebound) als eine Gummi-Oberfläche.

 

Anschlagzonen

Die einzelnen Pads können unterschiedlich viele Anschlagszonen haben, wodurch beispielsweise ein Rimshot oder die Glocke eines Beckens simuliert werden kann. Einige Beckenpads sind auch von Hand abstoppbar. Die Anschlagsdynamik sorgt zusätzlich für ein realistisches Spielgefühl, indem die Stärke des Anschlags die Erzeugung des Tons beeinflusst.

Soundmodule

Die Art und Anzahl der gespeicherten Sounds ist von Modul zu Modul unterschiedlich. Einige Module haben auch zusätzliche Anschlüsse, die es ermöglichen, weitere Pads oder beispielsweise einen MP3-Player für Musikbegleitung anzuschließen (Aux in).

Hi-Hat

Roland TD-30K mit klassischem Hi-Hat-Aufbau und Doppelfußmaschine

Bei vielen E-Drumkits wird auf eine klassische Hi-Hat mit mechanisch verbundenem Fußpedal und zwei aufeinander liegenden Hi-Hat Becken verzichtet. Hier wird der der Hi-Hat Sound einfach simuliert. Bei anderen Modellen wiederum gibt es aber auch den ganz klassischen Hi-Hat-Aufbau.

Bassdrumpad

Auch die Bassdrumpads unterscheiden sich. So gibt es beispielsweise ganz einfache Pedale, ähnlich wie zuvor bei den Hi-Hats erklärt, aber auch Gummi- oder Meshheadpads. Größere Bassdrumpads unterstützen auch das Spielen mit Doppelfußmaschine.