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Basisratgeber Lichttechnik

Was ist ein Moving Head, was ein Fresnel-Scheinwerfer und was ein Hazer? Wie schließt man Scheinwerfer an einen DMX-Controller an?

In unserem Basisratgeber klären wir diese und viele weitere Fragen und Begriffe zum Thema "Licht und Lichteffekte in der Bühnen- und Veranstaltungstechnik".

1. Steuerprotokoll DMX

Dreipoliger XLR-Input und –Output eines Lichteffektgerätes, das per DMX gesteuert wird.

"DMX" ist die Abkürzung für "Digital Multiplex". DMX ist ein standardisiertes, digitales Steuerprotokoll, bei dem die Signale zur Steuerung von Geräten seriell übertragen werden. In der Veranstaltungstechnik werden per DMX Scheinwerfer und Effektgeräte gesteuert.

Ausgesendet wird das DMX-Signal durch einen Controller oder durch Lichtsteuerungssoftware. Verbunden werden Sender- und Empfängergerät über fünfpolige oder dreipolige XLR-Stecker.

Über den XLR-Eingang empfängt zum Beispiel ein Scheinwerfer DMX-Signale des Lichtsteuerpultes, der XLR-Ausgang dient dazu, DMX-Signale durchzuschleifen, also unbearbeitet an ein anderes Gerät (zum Beispiel einen weiteren Scheinwerfer) weiterzureichen.

Mit W-DMX ist eine kabellose Kommunikation zwischen DMX-Geräten möglich.+

Per DMX können bis zu 512 einzelne Adressen angesprochen werden (siehe auch ➝ "Wie funktioniert ein Lichtsteuergerät?"). Ein Adressplatz könnte zum Beispiel für die Helligkeitssteuerung eines Scheinwerfers vorgesehen sein, ein anderer Adressplatz für die Tilt-Bewegung eines Moving Head.

Bei "W-DMX" steht das "W" für "wireless": Es gibt spezielle DMX-Transmitter und -Receiver, die – auch über weite Entfernungen – die kabellose Übermittlung von DMX-Signalen erlauben. Die DMX-Signale werden dann per Funk übertragen.

2. Scheinwerfertypen und Zubehör

Hier erklären wir in alphabetischer Reihenfolge die wichtigsten und gängigsten Begriffe, die im Zusammenhang mit Scheinwerfern bzw. der Lichttechnik auftauchen. Falls in unseren Erläuterungen wiederum Fachbegriffe vorkommen sollten, die unklar sind, lohnt ein zusätzlicher, kurzer Blick ins ➝ Glossar.

Fresnel-Scheinwerfer

Foto links: LDR-Fresnel-Scheinwerfer mit Fresnel-Linse, Grafik rechts: schematischer Vergleich (Querschnitt) zwischen Fresnel- und herkömmlicher Linse. Quelle Grafik: Wikipedia, Pko.

Die im gleichnamigen Scheinwerfer verbaute Fresnel-Linse erzeugt eine gleichmäßige, großflächige Ausleuchtung mit besonders weich auslaufenden Rändern.

Bei der Fresnel-Linse handelt es sich um eine optische Linse mit stufenförmigem Aufbau, der im Vergleich zu einer herkömmlichen Linse ein geringeres Gewicht und eine reduzierte Dicke der Linse erlaubt. Erfunden wurde die Stufenlinse Anfang des 19. Jahrhunderts von dem französischen Physiker Fresnel.

Fresnel-Scheinwerfer werden unter anderem bevorzugt auf Theaterbühnen eingesetzt. Die diffuse Streuung des Lichts wird durch die Stufen der Linse begünstigt, sodass das Resultat ein relativ weichzeichnendes Licht mit guten Variationsmöglichkeiten ist.

Gobo

Das Prinzip der Gobo-Projektion. Grafik: Wikipedia, Jeremy Kemp/ArtMechanik.

Gobos sind Masken bzw. Schablonen, die in Scheinwerfer integriert werden können, um Muster, Logos, Schriftzeichen usw. auf die Bühne zu projizieren. Es gibt einfachere Gobos aus Metall, die ihre Wirkung über ausgestanzte Fragmente erzielen, und auch aufwendiger gearbeitete Gobos, beispielsweise aus Glas, die das Projizieren fotografischer Abbildungen ermöglichen. Gobos kommen nur im Zusammenhang mit Scheinwerfern, die einen klar umrissenen Lichtkegel projizieren (Spot Lights), richtig gut zur Geltung.

Hazer

"Haze" ist der englische Begriff für Dunst, eine milchige Optik oder den Schleier, der sich über etwas legt. Hazer sind Effektgeräte, die nach einem ähnlichen Prinzip wie Nebelmaschinen arbeiten, nur dass der erzeugte Dunst wesentlich dezenter ist als der intensive Nebelausstoß einer normalen Nebelmaschine. Hazer werden auch "Dunstnebelmaschinen" genannt. Tritt der Hazer-Dunst in den Lichtkegel eines Scheinwerfers, ergeben sich interessante Lichteffekte.

Moving Head

Moving Heads erlauben viele Variationen und bringen Bewegung auf die Bühne.

Moving Heads gehören zu den sogenannten "intelligenten" Scheinwerfern. Sie verfügen über einen beweglichen Kopf und lassen sich in der Regel über zwei Achsen schwenken bzw. drehen.

Die Drehung (Pan) des Scheinwerferkopfes erfolgt über den Arm des Moving Head, der sich um seine eigene Achse dreht. Der eigentliche Kopf lässt sich zusätzlich über eine weitere Achse neigen (Tilt).

Ergänzend zur reinen Scheinwerferleistung verfügen Moving Heads über Features wie Dimmer, Farbwechselsysteme, Gobos, Stroboskopeffekte usw.

Nebelmaschine

Im Gegensatz zu Hazern stoßen Nebelmaschinen nicht nur leichten, durchscheinenden, schleierartigen Dunst aus, sondern "blickdichten" Nebel, der ganz in den Mittelpunkt einer oft mystischen Atmosphäre steht. Während Hazer bestimmte Lichteffekte unterstützen oder erst ermöglichen, verhält es sich bei Nebelmaschinen eher andersherum: Bestimmte Lichteffekte verstärken den Nebeleffekt zusätzlich. Betrieben werden Nebelmaschinen mit speziellen Nebelfluids.

PAR-Scheinwerfer

Links eine lange, rechts eine kurze Variante eines PAR-Scheinwerfers.

PAR-Scheinwerfer gehören in der Veranstaltungstechnik zur Standardausrüstung. Sie sind hell, leicht, durch ihre einfache Bauweise relativ günstig und sowohl in kurzen ("short") als auch längeren ("long") Varianten erhältlich.

Die Abkürzung "PAR" leitet sich von dem englischen Begriff "parabolic aluminized reflector", übersetzt "parabolisch aluminierter Scheinwerfer", ab. "Aluminieren" nennt man in der Metallverarbeitung das Überziehen von Metallteilen mit Aluminium. "Aluminiert" bezieht sich beim PAR-Scheinwerfer auf das Material des größenstandardisierten Gehäuses. "Parabolisch" verweist auf die Verwendung eines Parabolspiegels in der Lampe.

Eine der gängigsten Gehäusegrößen ist PAR 64, wobei die Angabe "64" eine Durchmesserangabe ist. Der Durchmesser eines PAR 64 beträgt 64/8 Zoll = 8 Zoll = 20,32 Zentimeter.

Während bei PAR-Scheinwerfern mit herkömmlichen Leuchtmitteln Farbscheiben zum Einsatz kommen, die an der Vorderseite des Scheinwerfers angebracht werden können, erübrigen sich diese Farbscheiben bei LED-PARs mit RGB-Farbtechnik. Die RGB-Technik (rote, grüne und blaue LEDs) erlaubt bei LED-PARs das stufenlose Mischen jeder gewünschten Farbe.

Pressglaslampe/Raylight-Reflektor

Eine Pressglassockellampe von Omnilux für einen PAR-Scheinwerfer. Im Innern der Lampe ist der silberfarbene Reflektor sichtbar, der als Raylight-Reflektor bezeichnet wird, wenn er so konstruiert ist, dass das Leuchmittel in seiner Mitte separat ausgetauscht werden kann.

Für PAR-Scheinwerfer werden herkömmlicherweise sogenannte Pressglaslampen verwendet. Es handelt sich hierbei um robuste Leuchtmittel, die Parabolspiegel (Reflektor in "Schüsselform"), Lichtquelle und Linse (Glas) in sich vereinen.

Anstelle dieser Lampeneinheit kann auch ein Raylight-Reflektor plus ein Leuchtmittel verwendet werden.

Der Raylight-Reflektor ist der reine Spiegel (=Rückstrahler; im Foto links scheint der Parabolspiegel silberfarben durch), auf den dann ein (meist relativ günstiges) Leuchtmittel (Stiftsockellampe) aufgebracht werden kann, sodass nicht die gesamte Einheit ausgetauscht werden muss.

Raylight-Reflektoren werden in der Regel aus Gründen der Kostenersparnis eingesetzt.

Profilscheinwerfer

Showlite Profilscheinwerfer GL060 für Theater- und Bühnenanwendungen.

Profilscheinwerfer erlauben exakt definierte Beleuchtungszonen, das heißt sie können hinsichtlich ihres Abstrahlverhaltens (Schärfe des Lichtkegels, variabler Lichtausfallwinkel) unglaublich gut der erforderlichen Situation angepasst werden.

Der Lichtkegel ist klar umrissen und projiziert eine klare, scharfe Kante. Durch ihre Lichtcharakteristik sind Profilscheinwerfer für die Verwendung von Gobos prädestiniert und eignen sich auch zur Beleuchtung aus größerer Entfernung, ohne Streulicht zu erzeugen.

Profilscheinwerfer können eingesetzt werden, um unbewegliche Objekte zu beleuchten oder bewegliche "Ziele" zu verfolgen ("Verfolgerscheinwerfer").

Scanner

Links ein Moving Head, rechts zwei Scanner. Der Spiegel des rechten Scanners leitet einen gelben Lichtstrahl um. Foto: Wikipedia, Skippa.

Scanner sind Scheinwerfer, die mit beweglichen Spiegeln arbeiten. Der Lichtstrahl des Scheinwerfers trifft auf den Spiegel und dieser lenkt den Lichtstrahl je nach Position um. In Scanner werden Farbfilter (nicht nötig, wenn es sich bei den Leuchtmitteln um RGB-LEDs handelt!) und Gobos integriert.

Während der Lichtstrahl bei Moving Heads über die Bewegung des Scheinwerferkopfes in unterschiedliche Richtungen geworfen wird, bewegt sich beim Scanner nur der kleine Spiegel, um den Lichtstrahl in eine bestimmte Position umzuleiten.

Scanner sind, da bei ihnen im Gegensatz zum Moving Head nur ein kleines Bauteil bewegt werden muss, schneller als Moving Heads, gleichzeitig aber hinsichtlich ihres Bewegungsradius stärker eingeschränkt als die kopfbewegten Scheinwerfer.

Spot Light

Ist von "Spot" die Rede, wird damit immer gemeint, dass (im Gegensatz zum Flutlicht) eine kleinere Fläche ausgeleuchtet wird. Der Begriff "Spot Light" taucht oft auch im Zusammenhang mit Moving Heads auf. Spot Lights projizieren Licht mit einem relativ engen Abstrahlwinkel, dessen Rand hart und scharfkantig ist. Bei Scheinwerfern des Typs "Spot Light" können Gobos sehr gut eingesetzt werden.

Stage Bar

Übersetzen könnte man "Stage Bar" mit "Bühnenstange" oder "Bühnenstrebe". Stage Bars dienen dazu, großflächige Bereiche wie Wände oder Decken zu beleuchten. Sie können an Wänden, Decken oder Traversen montiert werden, aber auch einfach auf dem Boden aufgestellt werden. Wegen ihrer vielfältigen Effekte und mobilen Handhabung sind Stage Bars auch sehr beliebt bei DJs und Alleinunterhaltern.

Stroboskop

Stroboskope bzw. Geräte, die über Strobe-Effekte verfügen, setzen Lichtblitze oder in raschen, regelmäßigen Abständen erzeugte Abfolgen von "Licht an/Licht aus" ein, um den optischen Effekt abgehackter Bewegungen zu erreichen. Stroboskope mit Musiksteuerung verfügen über ein eingebautes Mikrofon und erlauben eine an die umgebende Musik angepasste Effektabfolge.

Torblenden sind ganz einfach am Scheinwerfer zu montieren.

Torblende

Torblenden werden auf der Vorderseite von Scheinwerfern angebracht, um den Lichtkegel des Scheinwerfers zu begrenzen oder zu vermeiden, dass das Publikum durch den Lichtstrahl geblendet wird. Sie spielen insbesondere im Theaterbereich eine große Rolle.

Wash Light

Wash Lights zeichnen sich – im Vergleich zu Spot Lights – durch einen größeren Abstrahlwinkel aus. Sie leuchten eine größere Fläche aus und erzeugen einen Lichtstrahl mit weichen, verwaschenen Konturen. Der Begriff "Wash Light" kommt oft auch im Zusammenhang mit Moving Heads vor.

3. Wie funktioniert ein Lichtsteuergerät?

Wie man Scheinwerfer und Effektgeräte ganz grundsätzlich an ein Lichtsteuergerät ("DMX Controller") anschließt und die Geräte über dieses Pult bedient, erklären wir am Beispiel des DMX-Controllers LDO-10 von Showlite. Es handelt sich hierbei um ein einfach zu bedienendes Lichtsteuergerät, das speziell für kleine Bands und Alleinunterhalter konzipiert wurde, um in kleineren Locations eine schöne Lichtshow hinlegen zu können, ohne dabei über Profiwissen verfügen zu müssen.

Wie Scheinwerfer an ein Lichtmischpult angeschlossen werden, erklären wir am Beispiel des DMX-Controllers LDO-10.

Der Showlite PAR-Scheinwerfer hat 177 LED-Lampen.

An das LDO-10 könnten wir zum Beispiel vier Scheinwerfer anschließen. Wir nehmen – wiederum, um das Ganze an einem konkreten Beispiel durchexerzieren zu können – den Showlite LED-Scheinwerfer PAR-64 177x10 RGB. "177x10 RGB" bedeutet, dass dieser PAR-Scheinwerfer 177 LED-Lämpchen mit einem Durchmesser von jeweils 10 mm hat. Die 177 LEDs teilen sich in 60 rote (R), 61 grüne (G) und 56 blaue (B) Lämpchen auf. Über diese RGB-LEDs erfolgt die stufenlose Mischung aller Farben, die man mit dem Scheinwerfer abstrahlen möchte.

Dreipoliges DMX-Kabel mit XLR-Steckern.

Verkabelt werden unsere vier PAR-64-Scheinwerfer mit dem Lichtmischpult nun über vier dreipolige DMX-Kabel mit XLR-Stecker. Dabei wird zunächst einer der vier Scheinwerfer mit dem Mischpult verbunden. Auf der Rückseite des Mischpultes befindet sich ein DMX OUT, dort wird die eine Seite des DMX-Kabels eingesteckt. Auf der Rückseite des Scheinwerfers befinden sich ein DMX IN und ein DMX OUT. Zur Verbindung des Mischpultes mit dem ersten Scheinwerfer benötigen wir nun erst einmal den DMX IN des Scheinwerfers. Die drei anderen Scheinwerfer werden nicht direkt mit dem Mischpult verbunden, sondern die Verkabelung erfolgt in Reihe von Scheinwerfer zu Scheinwerfer (vom DMX OUT des einen Scheinwerfers zum DMX IN des nächsten Scheinwerfers). Man nennt dies auch "durchverkabeln".

Verkabelung von vier PAR-LED-Scheinwerfern mit einem Lichtsteuerpult.

Vom Lichtsteuerpult werden über das erste DMX-Kabel nun alle Signale, die für die Scheinwerfer 1 bis 4 bestimmt sind, an Scheinwerfer 1 gesendet. Scheinwerfer 1 filtert sich die für ihn bestimmten Anweisungen aus dem Gesamtpaket der DMX-Anweisungen heraus und gibt das Gesamtpaket aller DMX-Anweisungen an Scheinwerfer 2 weiter. Dieser filtert wiederum die für ihn bestimmten Informationen heraus und gibt die Gesamtheit aller DMX-Anweisungen an Scheinwerfer 3 weiter usw. Dieses grundsätzliche Vorgehen ist immer gültig, ganz egal wie viele Geräte miteinander verkabelt werden.

Um festzulegen, welche Informationen des Steuerpultes für welchen Scheinwerfer bzw. welches Gerät bestimmt sind, gibt es sogenannte "Adressierungen" der einzelnen Geräte. Dabei belegt einer unserer PAR-64-Scheinwerfer aus unserem Beispiel konkret 7 Adressen (auch: "Kanäle" genannt). Die Gesamtheit aller Geräte, die an ein Lichtsteuerpult angeschlossen sind, hat grundsätzlich insgesamt höchstens 512 Adressen zur Verfügung. In unserem Beispiel belegen die vier Scheinwerfer 4x7=28 Adressen. Die 7 Adressen pro Scheinwerfer werden in unserem Beispiel benötigt für

  1. die Ansteuerung der Gesamthelligkeit des Scheinwerfers
  2. die Ansteuerung der roten LEDs
  3. die Ansteuerung der grünen LEDs
  4. die Ansteuerung der blauen LEDs
  5. den Stroboskopeffekt
  6. Auto-Funktionen und
  7. die Geschwindigkeitsregelung der Effekte
Die Adressen werden dem Scheinwerfer über ein im Scheinwerfer integriertes Menü von Hand zugewiesen.

Die Adressen werden dem Scheinwerfer über ein im Scheinwerfer integriertes Menü von Hand zugewiesen.

Wir könnten jetzt also theoretisch

  • Scheinwerfer 1 die Startadresse 1 (und damit die Adressen 1-7) zuweisen,
  • Scheinwerfer 2 die Startadresse 8 (und damit die Adressen 8-14),
  • Scheinwerfer 3 die Startadresse 15 (und damit die Adressen 15-21) und
  • Scheinwerfer 4 die Startadresse 22 (und damit die Adressen 22-28),

damit alle vier Scheinwerfer hinsichtlich aller vorgesehenen Ansteuerungsmöglichkeiten angesprochen werden können (4 x 7 = 28 Adressierungen = 28 Ansteuermöglichkeiten).

Die vordefinierten Adressen der Lichtsteuerung sind auf der Rückseite des Lichtmischers ersichtlich.

Praktisch ist das Lichtmischpult aus unserem Beispiel auf das Ansteuern von vier Scheinwerfern oder vier Scheinwerfergruppen ausgerichtet und verfügt über bereits vordefinierte Adressen, über die die vier Scheinwerfer oder Scheinwerfergruppen angesprochen werden sollen: 1, 17, 33 und 49 (bzw. 1, 4, 7 und 10 für die Adressierung von Scheinwerfern, die jeder für sich nur drei Adressen benötigen, also einen geringeren Funktionsumfang haben, zum Beispiel Scheinwerfer ohne RGB-Technik). Diese vordefinierten Adressen sind auf der Rückseite der Lichtsteuerung vermerkt und man kann sie auch der Bedienungsanleitung eines solchen Gerätes entnehmen.

Wir weisen also unseren vier Scheinwerfern die Startadressen 1, 17, 33 und 49 zu. Nachdem alles verkabelt, angeschlossen und die Adressierung erfolgt ist, kann es mit dem Ausprobieren des Lichtsteuerpultes weitergehen. Es ist nun möglich, jeden einzelnen der vier Scheinwerfer eine eigene Farbe mit separat einstellbarer Helligkeit ausgeben zu lassen, Lauflichtprogramme auszuwählen oder zu programmieren und und und.

4. Glossar

Base
(engl.) = Sockel

Blackout
Einstellung am Lichtsteuerpult: alle angeschlossenen Geräte werden auf "off/aus" gesetzt.

Chase
Abfolge von Lichteffekten

Controller
(engl.) = Regler, Steuerung

Cue
(engl.) = Einsatz; Wechsel von einer Lichtszene zur anderen (siehe auch "Szene")

Dimmer
variieren die Helligkeit einer Lichtquelle

DMX-Universum
Gesamtheit der an eine Lichtsteuerung angeschlossenen/verkabelten Geräte

durchschleifen
DMX-Signale von einem Gerät zum anderen unverarbeitet weiterreichen

durchverkabeln
mehrere DMX-Geräte in Reihe miteinander verkabeln

Fader
Überblendregler/Schieberegler zur Realisierung weicher Übergänge beispielsweise bei Farbübergängen

fluten
eine größere Fläche ausleuchten

Head
(engl.) = Kopf

HPL
Abkürzung für "High Performance Lamp"; Hochleistungslampen für Scheinwerfer

Intelligente Scheinwerfer
zum Beispiel Moving Heads und Scanner

Kanne
umgangssprachlich für PAR-Scheinwerfer

MFL
Medium flood = mittlere Streuung; der Abstrahlwinkel des Leuchtmittels beträgt etwa 25°

NSP
Narrow spot = schmaler Spot/Leuchtfleck; der Abstrahlwinkel des Leuchtmittels beträgt etwa 10°

Oberlicht
Die Bühne bzw. Personen werden direkt von oben beleuchtet

Operator
(engl.) = Anwender, Betreiber; z.B. Steuerpult für DMX-Anwendungen

Pan-Bereich
horizontaler Bewegungsbereich (Drehung)

parallele Datenübertragung
mehrere Bits werden auf einmal übertragen

Profiler
= Profilscheinwerfer

Receiver
(engl.) = Empfänger, Empfangsgerät

Reflector
Das englische Wort "reflector" kann sowohl mit Reflektor (=Rückstrahler) als auch mit Scheinwerfer übersetzt werden.

serielle Datenübertragung
Datenbits werden nacheinander übertragen

Spot
siehe Spot Light

Steuerprotokoll
Definition, wie und in welcher Reihenfolge die Signale zur Steuerung eines Geräts übertragen werden

Strobe
Abkürzung für Strboskop

Stufenlinsenscheinwerfer
= Fresnel-Scheinwerfer

Szene
definierte/abgespeicherte Lichtstimmung; Über Szenentaster eines DMX-Controllers können vordefinierte Lichteinstellungen (Kanäle, Farbanteile) abgerufen werden.

Tilt-Bereich
vertikaler Bewegungsbereich (Neigung)

Transmitter
(engl.) = Sender, Übertragungsgerät

Tri-LED
"3-in-1-LED"; 3 LEDs (RGB) in einer Lampe; betrachtet man die Lampe, nimmt man nur die Farbmischung wahr und nicht die einzelnen RGB-Bestandteile

VNSP
Very narrow spot = sehr schmaler Spot/Leuchtfleck; der Abstrahlwinkel des Leuchtmittels ist kleiner als 10°

Vorderlicht
Die Bühne bzw. Personen werden von vorne oben in einem Winkel von etwa 45° beleuchtet.

VWF
Very wide flood = sehr breite Streuung; der Abstrahlwinkel des Leuchtmittels ist größer als 40°

Wackler
umgangssprachliche Bezeichnung für Moving Head

Washer
= Wash Light

WFL
Wide flood = breite Streuung; der Abstrahlwinkel des Leuchtmittels beträgt etwa 40°

WSP
Wide spot = breiter Spot/Leuchtfleck; der Abstrahlwinkel des Leuchtmittels beträgt etwa 16°

Yoke
(engl.) = Bügel, Gabel, Gelenkkopf

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 03.07.2015, Autor: Jutta Kühl

Quellen/Fotos/Grafiken:
http://www.beschallung-info.de/Lichttechnik/Moving-Head
http://www.duden.de/rechtschreibung/aluminieren
http://www.franki-events.at/dmx-lichtsteuerung-basis-wissen
http://www.production-partner.de/basics/welche-auswirkung-haben-verschiedene-lichtpositionen
http://www.production-partner.de/basics/welches-licht-kann-mein-scheinwerfer-eigentlich
https://de.wikipedia.org/wiki/DMX_%28Lichttechnik%29
https://de.wikipedia.org/wiki/Fresnel-Linse
https://de.wikipedia.org/wiki/Gobo
https://de.wikipedia.org/wiki/Hazer
https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtsteuerung
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichttechnik
https://de.wikipedia.org/wiki/Moving_Head
https://de.wikipedia.org/wiki/PAR-Scheinwerfer
https://de.wikipedia.org/wiki/Profilscheinwerfer
https://de.wikipedia.org/wiki/Scanner_%28Lichttechnik%29
https://de.wikipedia.org/wiki/Stroboskop
https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFresnel_lens.svg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gobo_projected_illustration.png
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2_Spiegelscanner.jpg
https://pixabay.com/de/scheinwerfer-nebel-b%C3%BChne-technik-802633