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Roland V-Drums Day mit Dirk Brand

Am 10. Mai 2014 war Dirk Brand, einer der meistgebuchten Live- und Studiodrummer Deutschlands, zu Gast bei uns. Und es war - klasse! Hier ein Review zum Workshop sowie ein Interview mit Dirk Brand:

Begeistertes Dauergrinsen der Schlagzeugfans

Review zum V-Drums-Day

im Musikhaus Kirstein mit Dirk Brand

Drum-Workshop mit Dirk Brand. Foto © Musikhaus Kirstein GmbH.

Samstagmorgen. Freier Tag. Das Wetter: gar nicht so schlecht. – Was um alles in der Welt sollte mich an so einem Vormittag also dazu bewegen, mich ins Auto zu setzen und zum Musikhaus Kirstein in Schongau zu fahren, statt mich zu Hause faul in der Sonne zu räkeln und das Wochenende zu genießen? – Ganz klar: ein für elf Uhr angesetzter Drum-Workshop mit Dirk Brand! Um es gleich vorwegzunehmen: Der Workshop war richtig klasse und ich war auf der Fahrt zurück nach Hause genauso "geflasht" von Dirks Darbietungen wie der gesamte Rest der gut besuchten Veranstaltung.

Dirk Brand, langjähriger Endorser für Roland V-Drums, begeisterte die anwesenden Schlagzeugfans von Anfang an mit seinem unglaublichen Können am Instrument. Wer – wie ich – Drum-Sound liebt, kennt den Enthusiasmus, dem man umgehend verfällt, wenn man einen guten Drummer spielen sieht und hört. So war ich denn auch nicht die einzige, der Dirk mit seiner "Trommelei" ein breites Begeisterungs-Dauergrinsen auf's Gesicht zauberte.

Dirk bearbeitete die V-Drums mal heftiger, mal filigraner und nahm sich während des mehrstündigen Workshops immer wieder Zeit, die Fragen der Teilnehmer zu beantworten. Dank der Brand'schen Mischung aus Fachkompetenz und münsterländischem Humor war dieser Workshop zu jeder Zeit informativ, mitreißend, persönlich und unterhaltsam. "Wenn ich während eines Metal-Gigs erzähle, dass ich eine Woche später einen Auftritt mit Heino mache, werde ich von dem einen oder anderen schon mal schief von der Seite angeguckt. Aber für mich ist es als Berufsmusiker eben auch die musikalische Abwechslung, die mich herausfordert und mir eine Menge Spaß bringt."

Dirk Brand
Dirk Brand, 1969 in Westfalen geboren, spielte schon in jungen Jahren wie besessen Schlagzeug. In Los Angeles studierte Dirk am "Percussion Institute of Technology" und wurde dort unter anderem von Ralph Humphrey (1973 Schlagzeuger bei Frank Zappa) unterrichtet. Dirk Brand war viele Jahre Dozent an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und ist seit sechs Jahren Leiter des Berufs-Studiengangs Schlagzeug an der RPJam (Rock-, Pop-, Jazz-Akademie Mittelhessen).

V-Drums-Flaggschiff Roland TD-30KV

Roland V-Drums
Die V-Drums von Roland sind in der ganzen Welt bekannt für ihren Spitzenklang, ihre Dynamik und ihre Ausdrucksstärke. HD- und TD-Serie von V-Drums stehen für E-Drum-Equipment, das die bestmögliche Basis bietet, sich als Schlagzeuger mit allen denkbaren spieltechnischen Feinheiten auszuleben. Dirk Brand ist langjähriger Endorser für Roland Musik.

Infolinks
dirkbrand.com
rolandmusik.de
axxis.de
Kirstein: Markenshop Roland

Drum-Workshop mit Dirk Brand. Foto © Musikhaus Kirstein GmbH.

Dirk ist studierter Jazz-Schlagzeuger und kam erst spät zur Rock-/Metal-Musik. "Meistens ist es ja umgekehrt. Du fängst mit Rockmusik an und landest mit den Jahren vielleicht auch mal beim Jazz." Seit einigen Jahren ist Dirk Drummer der deutschen Hardrock-/Metal-Band AXXIS, mit der er in Kürze auch wieder auf Tour gehen wird.

Wie eben auch schon kurz erwähnt, bedient Dirk als professioneller Schlagzeuger aber viele Musikrichtungen. Um die 200 Gigs am Schlagzeug stehen für Dirk Jahr für Jahr an. Stehen Heino oder Marianne Rosenberg vor einem Zehntausender-Publikum auf der Bühne, lohnt sich immer auch ein Blick in die hinteren Gefilde der Bühne. Gut möglich nämlich, dass Dirk dort die Stöcke schwingt und für den richtigen Drive der musikalischen Darbietungen sorgt!

Der Brand-Workshop war kurzweilig und für viele Teilnehmer viel zu schnell vorbei. "Danke für den Workshop, war echt klasse! Toll, dass Ihr das ermöglicht habt!" äußerte sich einer unserer Facebook-Fans so auch nach dem Workshop. Wir geben die Blumen gerne an Dirk Brand weiter und ergänzen: "Wir hoffen, dass das nicht das letzte Mal war, dass Du hier bei uns im Musikhaus Kirstein gezaubert hast!"

 

Interview mit Dirk Brand

"Immer wenn man was gibt, kommt auch was zurück."

Interview mit Dirk Brand. Foto © Musikhaus Kirstein GmbH.

Jutta: Wann warst Du eigentlich zum letzten Mal selber als Besucher auf einem Konzert?

Dirk: Ouuu – als Besucher?! Das ist echt schon lange her! Meistens stehe ich ja selbst auf der Bühne, da bleibt nicht so viel Zeit. … Ich glaube das letzte Konzert, auf dem ich wirklich als Besucher war, das war Toto. Genau – Simon Phillips hatte mich eingeladen. Das ist jetzt aber schon zweieinhalb Jahre her, das war in Amsterdam.

Jutta: Welche Projekte stehen jetzt so in nächster Zeit an?

Dirk: Da ist einiges! – Ich trommle ja seit drei Jahren fest bei der Gruppe AXXIS. Das ist melodic Heavy Metal/Hardrock. Demnächst sind wir unterwegs mit den Pretty Maids, mit Bonfire, dann kommen auch Gigs in Spanien und in Frankreich … AXXIS hat dieses Jahr 25jähriges Jubiläum, da sind also relativ viele Sachen, die noch anstehen. Dann mache ich im August was mit dem belgischen Dance-Vocal-Performer Milk Inc. – Ja, und in Sachen Schlager bin ich dann halt auch noch recht viel unterwegs. – Die Mischung macht's!

Jutta: Ja – hört sich ja auch wirklich nach einer interessanten Mischung an! Du wirst ja als Drummer zu vielen Acts dazugebucht, hast Du vorhin auch schon beim Workshop erzählt. Hast Du da – jetzt zum Beispiel auch, wenn Du von Heino oder Marianne Rosenberg sprichst – noch irgendwie Kontakt zu den anderen Bandmitgliedern? Oder kann man sich das so vorstellen, dass es oft eigentlich gar keine richtigen festen Bands mehr gibt?

Interview mit Dirk Brand. Foto © Musikhaus Kirstein GmbH.

Dirk: Ein bisschen hast Du's schon vorweggenommen, ein bisschen ist es in der Tat so. Aber es kommt immer darauf an. – Es gibt so eine Art Künstlerpool, das heißt die Leute, die dann auf der Bühne stehen, die kennt man in der Regel auch. Das sind Leute, die aus ganz Deutschland kommen und irgendwo triffst Du dann auch immer Leute, die Du schon kennst, das auf jeden Fall. Und dann ist es natürlich auch so: Da vieles nach Noten geht, ist man als Musiker immer auch ein bisschen austauschbarer. Aber das ist natürlich auch ein Vorteil. Wenn mal was ist – einer wird krank oder ist zeitlich anders verhindert – dann ist das nicht so dramatisch. Dann kann man eben auch mal kurzfristig Ersatz besorgen und mit Aushilfen arbeiten. Für mich liegt der Reiz darin, in kürzester Zeit meinen Job so gut wie möglich zu machen.

Jutta: Eigentlich hast Du ja so eine Art "Schlagzeuger-Dauer-Notdienst". Nimmst Du Dir auch mal eine Auszeit oder ganz gezielt Urlaub?

Dirk: Ja, in den meisten Fällen bin ich tatsächlich ständig verfügbar. Und mit dem Urlaub ist das so ein Ding – jeder, der Musik macht, weiß, dass das gar nicht so einfach ist. Der Grund dafür, dass ich so viele Jobs habe, ist natürlich auch, dass ich immer versuche, präsent zu sein. Die Jobs liegen eben nicht mehr einfach auf der Straße.

Jutta: Und trotzdem nimmst Du Dir beispielsweise noch die Zeit, Leute zu Dir ins Münsterland einzuladen und für einige Stunden gezielt Unterricht zu geben. Das hört sich an, als ob Du jede freie Minute, die Du hast, in die Musik steckst.

Dirk: Ja, das ist wohl tatsächlich auch so. Ich bin dankbar, als Schlagzeuger arbeiten zu dürfen und zu können. Und wenn ich mein Wissen weitergeben kann, egal ob an Jung oder Alt, mache ich das nur allzu gerne. Und es ist ganz einfach auch so: Man kann von so vielen tollen Menschen selber immer etwas lernen – jetzt nicht nur, was das Trommeln angeht – und von daher mache ich das gerne und ich finde: Immer wenn man was gibt, kommt auch was zurück ...

 

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 03.06.2014, Autor:

 

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