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Levin Gitarren - Tradition seit über 100 Jahren

Die ersten Jahre

Herman Carlson Levin wurde am 25. September 1864 in Asaka, Schweden geboren. Bei seinem Aufenthalt in Amerika von 1887 bis 1900 arbeitete der gelernte Schreiner in einer Gitarrenmanufaktur in New York und erlernte das Gitarrenbauer-Handwerk. Zurück in Schweden gründete er am 27. Juli 1900 die Herman Carlson Levin Musical Instrument Factory in Göteborg. Im ersten Jahr wurden von Levin insgesamt 90 Instrumente gebaut. Bis Ende 1903 wurden bei Levin von inzwischen 5 Mitarbeitern über 1600 Instrumente produziert. Zahlreiche Auszeichnungen auf Ausstellungen in Europa und Übersee verhelfen Levin Gitarren zu internationalem Ruhm.

Rückschlag, 2. Weltkrieg und Expansion

Nachdem im Jahr 1908 bereits über 10.000 Saiteninstrumente die Levin-Produktion verlassen haben und die Mitarbeiterzahl auf 30 gestiegen ist musste die Herman Carlson Levin Musical Instrument Factory im Oktober 1918 einen herben Rückschlag hinnehmen: Ein Feuer vernichtete fast die gesamte Produktionsstätte und Levin war gezwungen die Belegschaft auf 5 bis 10 Mann zu reduzieren. Nachdem man seit 1925 auch Banjos und ab 1929 zusätzlich Jazzgitarren ins Programm aufnahm konnte die Produktion bis Ende 1936 auf über 100.000 Instrumente gesteigert werden.

Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges hatte Levin bereits 45 Angestellte auf über 1.000 Quadratmetern Produktionsfläche. Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit von fremden Hölzern wie Rosenholz, Ebenholz oder Walnuss sowie wegen der Freistellung zum Militärdienst musste Anfang des zweiten Weltkriegs die Belegschaft mehr als halbiert werden. Da zur selben Zeit die Nachfrage nach Musikinstrumenten nach wie vor gegeben war und die Produktionsfläche von Levin ohnehin schon knapp bemessen war, zog die Gitarrenmanufaktur im Sommer 1943 in eine 1.800 qm große Fabrikhalle mit Platz für 70 Arbeiter. So konnte Ende 1948 bereits die Zahl von 200.000 gefertigten Instrumenten erreicht werden. Im Oktober 1948 starb der Firmengründer Herman Carlson Levin im Alter von 84 Jahren.

Die 50er bis 70er Jahre

Nach Kriegsende wuchs die Levin Company kontinuierlich zu einem international beachteten und geschätzen Instrumentenhersteller. Zum 50. Firmenjubiläum konnte man mit 130 Mitarbeiter auf 2.600 qm Produktionsfläche bereits auf annähernd 250.000 gebaute Instrumente zurückblicken. Durch einen Deal mit der Hershman Musical Instrument Co. aus New York wurde ab 1954 der amerikanische Markt erobert. Unter der Marke Goya wurden Levin-Gitarren auch in Übersee zum Objekt der Begierde.

Bei den Levin- und Goya-Gitarren aus dem Jahr 1957 wurden erstmals DeArmond Pickups eingesetzt um eine elektrifizierte Alternative zu den rein akustischen Modellen anbieten zu können.

Bis 1965 wurden bereits über 450.000 Instrumente produziert. 70% der Produktin ging in den Export. Um den Bestellungen von 13.000 Goya Gitarren nach zu kommen gründete Levin eine zweite Produktionsstätte im schwedischen Lessbo. Im Jahr 1967 wurde ein Rahmenvertrag über 120.000 Goya Gitarren (1.000 pro Monat auf 10 Jahre) abgeschlossen. Als der Vertrag ein Jahr später platze musste Levin die Fabrik in Lessebo schließen und die Hälfte der Arbeiter entlassen.

C. F. Martin & Co.

1972 wurden zwischen C. F. Martin & Co. und Levin erste Kontakte geknüpft, mit dem Ergebnis, dass im Juni 1973 C. F. Martin & Co. Levin übernahm. Ab diesem Zeitpunkt wurden mit Martin KnowHow gebaute Levin Gitarren weltweit bekannt und beliebt. Die Produktion wurde weiter ausgebaut und Levin Jazzgitarren, Westerngitarren und Klassikgitarren wurden außer in Schweden auch noch erfolgreich in Finland und Japan produziert. Im Jahr 1979 wurde die Produktion in Schweden eingestellt und Levin unter der Regie von C. F. Martin & Co. weiter vertrieben.

Levin Gitarren heute

Im Jahre 1982 kaufte die Svensk Musik AB die Marke Levin von C.F. Martin & Co. zurück und vertreibt seit dem hochwertige Jazzgitarren, Western- und Konzertgitarren. Über 100 Jahre Gitarrenbau-Tradition stehen auch heute noch für besondere Instrumente von höchster Qualität und Klang. Seit 2012 führt das Musikhaus Kirstein Gitarren der Marke Levin und erweitert das Sortiment somit um eine traditionsreiche europäische Marke.

Levin Chronologie

1864 - Herman Carlson Levin wurde am 25. September 1864 in Åsaka, Schweden geboren.

1900 - am 27. Juli 1900 wird die Herman Carlson Levin Musical Instrument Factory in Göteborg gegründet

1905 - Goldmedallie London Exhibition

1907 - Goldmedallie und Grand Prix Madrid Exhibition

1908 - bereits über 10.000 produzierte Instrumente

1918 - ein Feuer zerstört die komplette Produktionsstätte, Neuanfang mit weniger als 10 Mitarbeitern

1936 - die Marke von 100.000 produzierten Instrumenten wird überschritten

1943 - Umzug in ein neues Fabrikgebäude, bereits über 70 Mitarbeiter

1948 - mehr als 200.000 Instrumente gefertigt

1948 - am 26. März stirbt Herman Carlson Levin

1950 - 50jähriges Firmenjubiläum, bereits 130 Mitarbeiter

1954 - Kooperation mit der Musical Instrument Co., New York und Verkauf von Levin Gitarren unter dem Brand Goya in den U.S.A.

1957 - die ersten Levin E-gitarren verlassen die Produktion

1965 - zweite Fabrik in Lessebo, Schweden wird gegründet

1968 - der Goya Vertrag platzt und die Produktionsstätte in Lessebo muss wieder geschlossen werden

1970 - zum 70. Firmenjubiläum wurden bereits über 500.000 Instrumente produziert

1973 - C. F. Martin & Co. kauft die Firma Levin. Levin Gitarren werden mit dem Know How von C. F. Martin & Co auch für den amerikanischen Markt gebaut.

1977 - ein Teil der Konzertgitarren-Produktion wir zu Landola in Finland ausgelagert

1979 - die Westerngitarrenproduktion wird nach Japan verlagert und Ende 1979 wird die Levin-Fabrik in Göteborg geschlossen

1982 - die Svensk Musik AB übernimmt die Marke Levin und beginnt 1983 wieder mit der Produktion in Lugnås, Schweden und bei Landola in Finland

2000 - Umbenennung in Svensk Levin AB und Fortsetzung der Produktion von traditionellen Levin Jazzgitarren, Klassikgitarren und Westerngitarren